Anleitung: Buntsteinputz auftragen und verarbeiten

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Buntsteinputz auftragen

Buntsteinputz, auch unter den Namen Mosaikputz oder Natursteinputz bekannt, besteht aus gemahlenem Quarz, Kies oder auch Marmor. Durch die farbigen Bestandteile entstehen sehr schöne optische Effekte an der Wand. Der Buntsteinputz wird daher nicht gestrichen. Daher muss man bei der Verarbeitung und bei Auftragen des Buntsteinputzes besonders sorgfältig arbeiten. Schon geringe Verunreinigungen im Putzmörtel können nach dem Trocknen sehr unschön aussehen.



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Die Wand für den Buntsteinputz vorbereiten

Da es sich bei Buntsteinputz um einen Dünnschichtputz handelt, kann man mit diesem Unebenheiten in der Wand kaum ausgleichen. Daher müssen Unebenheiten vor dem Verputzen mit Mosaikputz sorgfältig gespachtelt werden. Danach sollte man die Wand mit einem Putzhaftgrund streichen, damit eine gute Haftung gewährleistet ist.

Den Buntsteinputz verarbeiten

Auf Grund der Tatsache, dass der Buntsteinputz nicht gestrichen wird, muss man bei dessen Verarbeitung sehr sorgfältig vorgehen. Die verwendeten  Werkzeuge müssen absolut sauber und vor allem rostfrei sein.

  1. Als erstes wird der Putzmörtel entsprechend der Herstellerangabe mit Wasser vermengt. Zum Verrühren sollte man ein elektrisches Rührgerät verwenden und dieses mit niedriger Geschwindigkeit laufen lassen. Es ist ratsam den Rührquirl  vor der Verwendung gründlich auf Verunreinigungen zu untersuchen und gegebenenfalls zu säubern. Hinweis: Einfacher ist es ein fertiges Gebinde in einem Kübel zu kaufen, das ohne Wasserzugabe nur durchgerührt werden muss. Bis auf Buntsteinputz auf mineralischer Basis werden die meisten Mosaikputze heute als fertiges Gebinde angeboten.
  2. Der Buntsteinputz sollte durchgerührt werden, bis dieser klumpenfrei und homogen ist. Allerdings ist es empfehlenswert, den Putzmörtel nicht zu lange zu rühren, da sich dies negativ bei der Verarbeitung auswirkt. Das Rühren sollte daher nicht länger als 2 Minuten dauern.
  3. Nach dem Verrühren lässt man den Buntsteinputz kurze Zeit ruhen. Fertige Gebinde brauchen in der Regel keine Ruhephase (Hinweis:  Herstellerangabe beachten).



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Den Buntsteinputz auftragen

Beim Auftragen des Buntsteinputzes ist ebenfalls große Sorgfalt geboten, damit das Ergebnis später professionell aussieht. Schon kleine Fehler bei dem Auftragen stören die ansprechende Optik des Natursteinputzes empfindlich.

  1. Die Temperatur beim Auftragen des Putzes sollte nicht unter 10° Celsius liegen, da der Putz ansonsten nicht richtig abbinden kann.
  2. Zum Auftragen verwendet man am besten eine Kelle aus Edelstahl, da diese rostfrei ist und somit den Putzmörtel nicht mit Rost verunreinigen kann.
  3. Das Auftragen des Buntsteinputzes erfolgt nass in nass, wobei man ohne Unterbrechung recht zügig arbeiten sollte. Im Prinzip wird der Natursteinputz wie jeder andere Dünnschichtputz aufgetragen. Der einzige Unterschied liegt darin, dass man die Oberfläche sehr sorgfältig ausbilden sollte, da sich schon geringste Unebenheiten optisch stark abzeichnen. Wenn die natürliche Beleuchtung nicht ausreicht, kann es hilfreich sein, Bauscheinwerfer aufzustellen um den Arbeitsplatz optimal auszuleuchten.
  4. Wenn größere Flächen verputzt werden sollen, so ist es ratsam schon beim Kauf des Putzes darauf zu achten, dass die Gebinde alle die gleiche Chargennummer besitzen, da es ansonsten zu farblichen unterschieden im Putz kommen kann.
  5. Während der Trocknungszeit ist es empfehlenswert, den Putz vor mechanischen Beanspruchungen zu schützen, da man den Buntsteinputz bei einer Beschädigung sehr schlecht ausbessern kann. Je nach Raumtemperatur ist der Buntsteinputz erst nach ca. 3-4 Wochen durchgetrocknet.



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