Anleitung: Dachschindeln verlegen aus Holz und Bitumen

zurück zu “Gartenhaus”

Dachschindeln aus Bitumen verlegen: Nagelschema

Ein Gartenhaus das mit Dachschindeln gedeckt ist, sieht optisch wesentlich ansprechender  aus, als eine Gartenhütte, auf der nur Dachpappe verlegt ist. Dachschindeln werden im Fachhandel aus Bitumen oder auch aus Holz angeboten. Die Entscheidung für eine Schindelart ist zum Einen Geschmackssache und zum Anderen auch eine Kostenfrage. Im Folgenden werden Anleitungen zum Verlegen von Dachschindeln aus Bitumen und Holz gegeben.



Anzeige

Vorbereitung zum Bitumenschindeln verlegen

Bitumenschindeln sind relativ preisgünstig und lassen sich mit etwas Geschick auf dem Dach eines Gartenhauses auch selber verlegen. Bevor man mit dem Verlegen der Dachschindeln beginnen kann, müssen auf dem Dach Vordeckbahnen (V13) verlegt werden. Die Vordeckbahnen sollten nur mit so vielen Nägeln gesichert werden, wie unbedingt notwendig. An den Seiten werden die Traufleisten über den Vordeckbahnen verlegt. An der Traufe werden die Traufleisten unter der Vordeckbahn angebracht.

Verlegen der Dachschindel – Anfangsreihe

Bevor die Anfangsreihe mit Nägeln befestigt werden kann, muss diese vorbereitet werden. Dazu werden die Zungen der Dachschindeln bis zum Blatteinschnitt abgeschnitten. In der Länge wird die Anfangsreihe um eine halbe Zungenbreite gekürzt, damit diese nicht über der Stoßfuge der ersten Dachschindelreihe liegt.

Hinweis zum Nageln der Bitumenschindeln: Wichtig ist, dass die Nägel gerade in die Dachschindeln eingeschlagen werden. die Nagelköpfe müssen bündig zur Schindeloberfläche sein, dürfen allerdings nicht in die Oberfläche eingeschlagen werden.  Die Nägel werden prinzipiell ca. 2,5 cm von den Seitenrändern und ca. 2 cm oberhalb des Blatteinschnittes eingeschlagen. Bei einer Dachneigung über 60° müssen die Dachschindeln noch zusätzlich mit einem speziellen Schindelkleber verklebt werden.

Die Anfangsreihe wird so verlegt, dass diese die Traufe um ca. 1 cm überragt. Dann wird die erste Schindelreihe bündig mit der Anfangsreihe angebracht. Die erste Reihe wird nicht gekürzt, so dass die Stoßfugen nicht mit denen der Anfangsreihe zusammentreffen.

An der zweiten Reihe wird wieder eine halbe Zunge abgeschnitten. Die unteren Enden der Schindelzungen müssen dabei bündig zur Spitze der Blatteinschnitte der vorherigen Schindelreihe sein. Die folgenden Dachschinde l- Reihen werden immer so verlegt, dass die Stoßfugen nicht zusammentreffen. An den Dachrändern sollten die Schindeln mit Schindelkleber verklebt werden.

Dachschindeln am First verlegen

Die letzte Schindelreihe wird so angebracht, das die Schindelstücke am First beidseitig die obersten Schindelreihen abdecken. Dazu werden die Dachschindeln an den Einschnitten in Stücke geschnitten und in Doppeldeckung am First verlegt. An der Überlappung der Anschlussbleche werden die Dachschindeln mit Schindelkleber verklebt. Der Übergang der Anschlussbleche zur Wand wird mit einer Kappleiste abgedichtet.



Anzeige

Dachschindeln aus Holz verlegen

Eine Gartenhütte, die mit Dachschindeln aus Holz eingedeckt ist, sieht optisch wesentlich interessanter aus, als ein Gartenhaus auf dem Bitumenschindeln verlegt sind. Allerdings setzt das Verlegen von Holzschindeln wesentlich mehr Erfahrung und handwerkliches Geschick voraus, als das Anbringen von Bitumenschindeln.

Wie schon beim Verlegen von Bitumenschindeln muss man zuerst die Vordeckbahnen anbringen, bevor man die Dachschindeln aus Holz verlegen kann.

Hinterlüftung der Holzschindeln

Damit sich keine Feuchtigkeit unter den Holzschindeln ansammeln kann, muss für eine ausreichende Hinterlüftung gesorgt werden. Dazu wird zuerst eine Längslattung und dann eine Querlattung auf dem Dach angebracht.



Anzeige

Verlegen der Dachschindeln

Nachdem die Querlattung angebracht wurde, kann man mit dem Verlegen der Schindeln beginnen. Die Holzschindeln werden von unten beginnend angebracht. Die ersten 3 Schindelreihen bilden die Traufe. Bei der Verwendung von 40 cm langen Dachschindeln wird die erste Reihe auf eine Länge von 20 cm gekürzt, die zweite Reihe wird auf 30 cm abgelängt, die dritte Reihe wird nicht gekürzt. Jede Holzschindel wird mit 2 Nägeln befestigt. Die Nägel dürfen dabei nur im oberen Drittel der Schindeln eingeschlagen werden, wobei der Seitenabstand ca. 1,5 – 2 cm betragen sollte. Alle Schindelreihen werden mit einem Versatz von 3 cm verlegt, so dass die Stoßfugen nicht übereinander liegen. Der Versatz der Schindelreihen ist wichtig, da das Schindeldach ansonsten nicht dicht wird.