Anleitung: Dampfsperre verlegen

Zurück “zu Boden verlegen”


Vor dem  Verlegen eines Bodenbelags kann es erforderlich sein, dass man eine Dampfsperre verlegen muss. Insbesondere wenn in Kellerräumen ein Bodenbelag verlegt werden soll, ist eine Dampfsperre meistens unerlässlich. Eine Dampfsperre verhindert, dass der Bodenbelag durch aufsteigende Feuchtigkeit schaden nimmt. Wenn im Keller eine Dampfsperre bzw. Dampfbremse verlegt werden soll, reicht eine herkömmliche PU-Folie mit einer Stärke von 0,2 mm meistens nicht aus.



Anzeige

Besser ist es hier speziell für diesen Zweck entwickelte  selbstverschweißende Bitumenbahnen zu verwenden. Diese Bitumenbahnen werden noch vor dem Einbringen des Estrichs verlegt. Dabei werden die Bahnen an den Wänden ca. 15 cm hochgezogen und mit dem Tacker gesichert. Beim Verlegen der Bitumenbahnen ist darauf zu achten, dass diese sich entsprechend der Herstellerangabe ausreichend überlappen. Vor dem  Verlegen der Dampfsperre muss die Schutzfolie an den Klebebahnen abgezogen werden. Dann werden die Bitumenbahnen überlappend verlegt, wobei darauf zu achten ist, dass sich an den Verklebungen keine Luftblasen bilden.

Anleitung: Dampfsperre am Boden verlegen

  • Alternativ kann man auch flüssige Produkte zurückgreifen, die als Dampfsperre im Fachhandel erhältlich sind. Die Anwendung von flüssigen Produkten setzt voraus, dass die Oberfläche sauber und  fettfrei ist und  keine Risse aufweist. Eventuell vorhandene Risse müssen vor dem Aufbringen einer flüssigen Dampfsperre gespachtelt werden.



Anzeige

  • Das Verlegen einer Dampfsperre ist ebenfalls erforderlich, wenn sich unter dem betreffenden Raum unbeheizte Räumlichkeiten befinden. In den meisten Fällen reicht hier eine PU-Dampfsperre. Wichtig beim Dampfsperre verlegen ist, dass sich die Folienbahnen mindestens 40 cm überlappen. Beim Verlegen der Dampfsperre ist darauf zu achten, dass die Folie keine Risse bekommt. Falls wieder erwartend Risse auftreten sollten, so müssen diese mit einem speziellen Klebeband verschlossen werden.
  • Insbesondere wenn Fertigparkett schwimmend verlegt werden soll, ist es ratsam, eine Dampfsperre zu verlegen. Fertigparkett reagiert sehr empfindlich auf aufsteigende Feuchtigkeit vom Boden. Die relativ geringen Kosten für eine Dampfsperre stehen daher im keinem Verhältnis zu den Kosten, die für eine Sanierung des Parkettbodens aufgebracht werden müssen. Wenn man eine Dampfsperre verlegt, sollte man sich auch Gedanken über eine Trittschalldämmung machen, wenn sich bewohnte Räume unter dem Raum befinden. Im Fachhandel werden auch Trittschaldämmungen angeboten, bei denen schon eine Dampfsperre integriert ist. Dies hat den Vorteil dass man die Dampfsperre und die Trittschalldämmung in einem Arbeitsgang verlegen kann, was viel Zeit spart.



Anzeige

  • Beim Innenausbau werden Dampfsperren nicht nur am Boden verlegt. Auch Geschoßdecken bzw. Dachschrägen werden mit einer Dampfsperre häufig isoliert. Wie man eine Dampfsperre an der Geschoßdecke oder der Dachschräge abbringt, wird im Artikel “Dampfsperre anbringen”  beschrieben.