Anleitung: Das Dämmen der Kellerdecke richtig machen.

Zurück zu Baumaterial Preise: Teil 2


Bei Neubauten stellt das Dämmen der Kellerdecke kein Problem dar, da der Keller samt Bodenplatte und Außenwände nach der EnEv vorschriftsmäßig gedämmt werden muss. D.h. die ausführende Baufirma sorgt in der Regel für eine ausreichende Dämmung. Bei Altbauten die vor in Kraft treten der EnEv gebaut wurden, ist die Kellerdecke meistens nicht ausreichend gedämmt, so dass sehr viel Wärmeenergie verloren geht.



Anzeige

Die Energieeinsparung durch das Dämmen der Kellerdecke kann bis zu 10% betragen, so dass diese Maßnahme durchaus lohnenswert ist, zudem ist der finanzielle Aufwand bei einer nachträglichen Dämmung überschaubar und sich mittel bis langfristig amortisiert. Das Dämmen der Kellerdecke kann man durchaus selber durchführen, da die Arbeiten von jedem versierten Heimwerker durchgeführt werden können, ohne dass spezielles Werkzeug erforderlich ist.

Kosten pro m² für das Dämmen der Kellerdecke

Die Stärke der Kellerdämmung richtet sich nach der Raumhöhe. In jedem Fall sollte der Keller nach den Dämmmaßnahmen noch problemlos nutzbar sein. Die Stärke der Dämmschicht sollte mindestens 6 cm betragen, da ansonsten keine ausreichende Wärmedämmung gewährleistet ist. Die Kosten für das Dämmen der Kellerdecke hängen von der Deckenfläche, dem verwendeten Dämmmaterial  und dessen Stärke ab. Je nach Dämmmaterial sollte man mit Kosten von 20-60 Euro pro m2 rechnen, wenn die Arbeit von einer Fachfirma ausgeführt wird.



Anzeige

Wer die Kellerdecke selber dämmen will, der kann natürlich einiges an Kosten einsparen. Die einfachste Methode, eine Kellerdecke zu dämmen, ist das Aufkleben von Dämmplatten, die man im Fachhandel kaufen kann. Die Dämmplatten werden mit einer Klebespachtelmasse an der Kellerdecke verklebt. Bevor man mit dem Dämmen der Kellerdecke beginnen kann, sollte man überprüfen, ob die Kellerdecke tragfähig ist. D.h. die Oberfläche der Decke darf nicht sanden. Falls dies dennoch der Fall ist, muss die Decke mit einer Drahtbürste gereinigt  und dann mit einem speziellen Haftgrund gestrichen werden. Nach dem der Untergrund vorbereitet wurde, kann man die Klebespachtelmasse mit einem groben Zahnspachtel auf die Dämmplatten auftragen und an der Kellerdecke verkleben. Die Dämmplatten werden im Verbund an der Decke verklebt, wobei darauf zu achten ist, dass keine Kreuzfugen entstehen. D.h. die Dämmplatten werden versetzt verklebt. Des weiteren ist darauf zu achten, dass kein Kleber an die Flanken der Dämmplatten gelangt, da ansonsten Wärmebrücken entstehen können. Die Dämmplatten müssen absolut fugenlos an der Kellerdecke angebracht werden, damit keine Kälte durch eventuelle Fugen an die Kellerdecke gelangen kann. Wenn das Dämmen der Kellerdecke durch Verkleben nicht möglich ist, so kann man auch die Decke abhängen und den Zwischenraum mit Dämmstoff ausfüllen.



Anzeige

Um die Decke abzuhängen bringt man zuerst eine Längslattung an, die so stark wie die Dämmschicht sein muss. Auf diese Längslattung wird dann eine Querlattung verschraubt. Dieser Unterbau kann dann mit Holzpaneelen oder mit Gipskartonplatten beplankt werden.

Alle Angaben ohne Gewähr! Die Kosten und Preise da Dämmen der Kellerdecke sehr verschieden und können von den Angaben stark abweichen. Stand 2014. Preisangaben inkl. 19% MwSt.