Anleitung: Eine Holzterrasse reinigen und pflegen

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Im Vergleich zu Betonplatten oder Feinsteinzeugfliesen benötigt eine Terrasse mit einem Holzbelag eine spezielle Reinigung und Pflege, damit die Haltbarkeit und die Optik der Holzterrasse gewährleistet ist. Im Folgenden wird beschrieben, wie man eine Holzterrasse reinigen und pflegen kann.



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Inhaltsübersicht:

  • Verschiedene Holzklassen und ihre Eigenschaften

  • Verschiedene Holzarten auf der Holzterrasse reinigen
  • Die Pflege nach der Reinigung einer Holzterrasse
  • Fazit

Verschiedene Holzklassen und ihre Eigenschaften

Als Belag für eine Holzterrasse werden Holzdielen aus Fichte, Kiefer, Lärche, Douglasie, Eiche oder aus Tropenhölzern wie Bankirai angeboten. Diese Holzarten unterscheiden sich nicht nur optisch in Farbe und Maserung, sondern auch in ihrer Haltbarkeit.

Das Holz für Terrassen wird in 5 Dauerhaftigkeitsklassen eingeteilt. Die Klasse 1 bezeichnet Hölzer die besonders haltbar sind. Dazu gehören Holzarten wie Teakholz und Bankiraiholz. Die Klasse 5 kennzeichnet Hölzer die nicht dauerhaft sind. Dazu gehört beispielsweise Buchenholz, dass sehr schnell zu faulen beginnt, wenn es der Witterung ausgesetzt wird. Fichten und Tannenholz gehört zu den wenig dauerhaften Hölzern, während Lärche und Douglasie zu den mäßig dauerhaften Hölzern gehört.

Die unterschiedlichen Holzarten bedürfen auch einer unterschiedlichen Reinigung und Pflege. Eine Holzterrasse aus einem harten Tropenholz kann man in der Regel problemlos mit einem Hochdruckreiniger reinigen, während eine Terrasse mit einem weichen Kiefernbelag besser mit einer weichen Bürste gereinigt werden sollte.

Neben den oben aufgeführten Holzarten wird auch sehr häufig thermisch behandeltes Holz, sogenanntes Thermoholz als Terrassenbelag eingesetzt. Eine Terrasse aus Thermoholz besitzt eine ähnlich lange Haltbarkeit wie Tropenholz. Thermoholz hat allerdings den Vorteil, dass heimische Holzarten verwendet werden können, die unbehandelt eine wesentlich schlechtere Haltbarkeit  besitzen. Die Reinigung einer Terrasse aus Thermoholz kann man mit einer Bürste oder auch mit einem Hochdruckreiniger mit einem flachen Strahl mit niedrigem Druck durchführen.

Verschiedene Holzarten auf der Holzterrasse reinigen

  • Eine Holzterrasse, die einen Belag aus weichen Holzarten wie z.B. Kiefern, Tannen oder Fichtenholz hat,  sollte man möglichst nicht mit einem Hochdruckreiniger reinigen. Besser ist die Verwendung einer weichen Bürste oder einem Lappen, um die Holzterrasse schonend zu reinigen.
  • Auch die Struktur des Holzes beeinflusst die Reinigung der Terrassendielen. Besonders bei Terrassendielen mit Rillen, sogenannte Riffeldielen lagert sich in den Rillen hartnäckiger Schmutz ein, den man mit einem Lappen nicht so einfach entfernen kann. Werden die Verschmutzungen in den Rillen nicht entfernt, so bilden sich Moos und Algen, wodurch sich die Rutschgefahr erhöht. Die Rillen in den Terrassendielen sollte man mit einer Bürste und etwas Seifenlauge reinigen. Glatte Dielen hingegen kann man mit einem Besen kehren und dann einfach mit einem Gartenschlauch abspritzen.
  • Harte Tropenhölzer kann man auch mit einem Hochdruckreiniger abspritzen. Die Rillen können auch mit einer etwas härteren Brüste gereinigt werden. Allerdings ist es nicht ratsam teure, hochwertige Terrassendielen mit einem Hochdruckreiniger zu reinigen, da diese über eine Schutzschicht verfügen, die durch die Reinigung mit einem Hochdruckreiniger abgetragen wird. Nach dem Säubern der Holzterrasse mit einem Hochdruckreiniger ist es empfehlenswert einen speziellen Holzschutz aufzutragen.
  • Für den Fall, dass größere Terrassenflächen gereinigt werden sollen, kann es empfehlenswert sein, sich ein spezielles Reinigungsgerät im Baumarkt auszuleihen.
  • Nicht nur die Terrassendielen sind sind anfällig gegenüber Schmutz. Auch der Unterbau sollte von Zeit zu Zeit gereinigt werden. Insbesondere Laubblätter die durch die Fugen zwischen den Dielen hindurch fallen, lagern sich an den Tragbalken an. Wenn diese dann vom Regen feucht werden, kann sich Staunässe bilden, die den Unterbau schädigt. Aus diesem Grund sollte man mindestens einmal im Jahr die Blätter zwischen den Tragbalken entfernen.



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Die richtige Pflege nach der Reinigung der Holzterrasse

Um die Dauerhaftigkeit der Holzterrasse zu gewährleisten ist nach der Reinigung ein Holzschutz erforderlich. Der Holzschutz enthält sowohl einen Feuchtigkeitsschutz, der das Holz vor Regen schützt, als auch einen Schutz, der einer übermäßigen Austrocknung vorbeugt.

Insbesondere wenn die Holzterrasse mit einem Hochdruckreiniger gesäubert wurde, ist der Holzschutz angegriffen und muss daher erneuert werden. Der Holzschutz hängt von der Holzart ab. D.h. man sollte nur einen für die jeweilige Holzart zugelassenen Holzschutz verwenden.

Nachdem die Terrasse gereinigt wurde, ist es ratsam, diese trocknen lassen. Durch die Seifenlauge stellen sich die Holzfasern auf. Diese kann man zuerst mit einem Schrubber entfernen. An den  Stellen, wo noch Holzfasern stehen, sollte man diese mit Schleifpapier entfernen. Erst nach diesen Vorarbeiten ist es sinnvoll den Holzschutz an einem regenfreien Tag aufzutragen.



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Fazit: Wer lange Freude an seiner Holzterrasse haben will, der sollte diese in regelmäßigen Abständen reinigen. Insbesondere bei Riffeldielen führen Schmutzablagerungen zur Bildung von Algen und Moos, die das Holz auf Dauer schädigen. Nach der Reinigung ist es empfehlenswert, einen für das betreffende Holz geeigneten Holzschutz aufzutragen, der dieses vor Witterungseinflüssen und vor UV-Strahlung schützt. Die Lebensdauer einer Holzterrasse hängt entscheidend von der richtigen Pflege ab. Vernachlässigt man die Pflege, so wird die Terrasse schon nach wenigen Jahren unansehnlich.

Alle Angaben ohne Gewähr!