Anleitung: Eine Kücheninsel selber bauen

Zurück zu “Möbel selber bauen” >>

Derzeit liegen Kücheninseln, die mitten im Raum positioniert werden, stark im Trend. Leider sind die im Fachhandel angebotenen Kücheninseln recht teuer. Versierte Heimwerker können sich eine Kücheninsel durchaus selber bauen. Nachfolgend wird der Selbstbau einer Kücheninsel beschrieben, die mit Fliesen gefliest ist. D.h, wer diese Kücheninsel nachbauen will, der sollte Erfahrung beim Fliesen legen mitbringen.



Anzeige

Planung zum Selbstbau einer Kücheninsel

Kücheninsel selber bauen

Zuerst einmal sollte man sich Gedanken darüber machen, welche Geräte und Einrichtungen in der Kücheninsel installiert werden sollen. Wenn man plant eine Spüle und / oder einen Küchenherd in die Insel zu integrieren, so müssen sowohl Wasser/ Abwasserleitungen und elektrische Kabel verlegt werden. Die Verlegung der Leitungen erfolgt im Boden der Küche. Bei einem Neubau ist die Verlegung der Leitungen in der Regel kein Problem, da man diese während der Bauphase integrieren kann. Bei einem bestehenden Bau können hingegen erhebliche Probleme auftreten. Unter Umständen kann man die Kücheninsel nur als Anrichte nutzen und muss auf die Installation der Geräte verzichten, da die Verlegungen der erforderlichen Leitungen nicht möglich ist.

Erforderliches Werkzeug und Material zum Bau der Kochinsel

19 mm starke Spanplatten

40×40 mm starke Kanthölzer

Spanplattenschrauben

Schubladenkörbe

Weinregalsteine

Fliesen, Haftgrund und Fliesenkleber

Kreissäge, Stichsäge

Wasserwaage



Anzeige

Die Kücheninsel bauen

Kücheninsel bauen

Bild: Schienen für Einschubkörbe

  1. Der Corpus der Kücheninsel wird aus 19 mm starken Spanplatten hergestellt. Die Spanplatten werden in den Ecken, wie aus dem Bauplan ersichtlich mit 40×40 mm starken Kanthölzern verstärkt. Die Spanplatten werden mit den Kanthölzern verleimt und verschraubt.
  2. Bevor man die Spanplatten verleimt, sollt man die erforderlichen Ausschnitte für die Spüle, den Herd und für die Schränke aus den Platten aussägen. Gerade Schnitt führt man am Besten mit eine Kreissäge aus. Für runde Schnitte ist eine Stichsäge geeignet.
  3. Die Schrankelemente sollte man im Fachhandel kaufen. Am besten eigen sich Schiebetüren oder Schwenk-Schiebetüren zum Einbau in die Kücheninsel. Diese fertigen Schrankelemente sind meistens mit rostfreien Edelstahlkörben ausgestattet, in denen man die Küchenutensilien unterbringen kann. Zum Einbau der Schiebetüren müssen in dem Corpus Innenwände aus Spanplatten eingebaut werden. An diesen Innenwänden kann man dann die Gleitleisten für die Edelstahlkörbe mit Schrauben befestigen.
  4. Die Schranktüren kann man aus 20 mm starken Leimholzbrettern fertigen. Die Bretter werden mit einer Keissäge auf das erforderliche Maß zugesägt und dann mit Schellen an den Edelstahlkörben befestigt. Hinweis: Die meisten Hersteller von Küchenedelstahlkörben bieten spezielle Befestigungsschellen an, mit denen man die Schranktüren recht einfach an den Edelstahlkörben befestigen kann.
  5. Wenn man wie auf dem Foto erkennbar, ein Weinregal mit Weinregalsteinen in die Kücheninsel einbauen will, dann muss ein geeigneter Unterbau für die Weinregalsteine hergestellt werden. Den Unterbau kann man aus Porenbetonsteinen mit Dünnbettmörtel aufmauern. Für diesen Unterbau werden dann die Weinregalsteine gemauert.
  6. Die Arbeitsplatte für die Kochinsel fertigt man aus zwei 19 mm starken Spanplatten, die miteinander verleimt und zusätzlich verschraubt werden.
  7. Bevor man die Fliesen auf den Flächen verlegen kann, müssen die Spanplatten mit einem speziellen Haftgrund gestrichen werden, da die Fliesen ansonsten auf den Spanplatten nicht halten. Nach dem Trocknen des Haftgrundes kann man die Fliesen auf herkömmliche Art und Weise verlegen.
  8. Hinweis: Wenn die Küche mit Fliesen gefliest ist, so sollte man die Fliesen für die Kücheninsel passend zu den übrigen Fliesen aussuchen. Des weiteren ist es ratsam für die Arbeitsplatte kein allzu helles Fugenmaterial verwenden, da die in der Küche verwendeten Fette und Öle, helle Fugen sehr schnell nachdunkeln lassen, so dass die Fugenfarbe unregelmäßig erscheint. Zudem sollte man die Fugen mit einer speziellen Versiegelung versiegeln, damit diese unempfindlich gegenüber Schmutz sind. Des weiteren sollte man für die Arbeitplatte harte Fliesen wie z.B. Granitfliesen bzw. Fliesen mit einem Abriebswert von 5 verwenden, da weiches Fliesenmaterial der täglichen Beanspruchung nicht Stand hält.
  9. Falls die Kochinsel auch als Sitzgelegenheit genutzt werden soll, so muss die Arbeitsplatte in dem Sitzbereich einen entsprechenden Überstand haben.



Anzeige