Anleitung: Einen Filzputz herstellen bzw. einen Putz Filzen

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Wer in den Baumarkt geht und einen Filzputz kaufen will, der wird enttäuscht sein, dass es diesen nicht zu kaufen gibt. Bei einem Filzputz handelt es sich nämlich nicht um eine Putzart sondern um eine besondere Art der Oberflächengestaltung eines Putzes.



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Einige  Putzarten lassen sich filzen allerdings nicht jede. Wenn man einen Putz filzen will, sollte man sich vorher erkundigen, ob die betreffende Putzart dazu geeignet ist. Die meisten Filzputze werden aus Kalkmörtel mit einem fein gesiebten Sandzuschlag hergestellt. Ein gefilzter Putz eignet sich vornehmlich für kleinere Flächen. Bei größeren Flächen besteht die Gefahr, dass bei der glatten Oberflächenstruktur Haarrisse sichtbar  werden.

Anleitung: Einen Putz filzen

Vorweg sei gesagt, dass das Putz Filzen eine Arbeit ist, die sehr viel Erfahrung voraussetzt. Nur sehr versierte Heimwerker, die schon einige Erfahrung beim Putzen von Wänden gemacht haben, sollten sich an diese Arbeit heranwagen. Falls die handwerklichen Fähigkeiten nicht vorhanden sind, sollte man das Herstellen eines Filtputzes einem Fachmann überlassen.

Um einen Filzputz herzustellen benötigt man einen Grundputz. Der Filzputz wird dann mit einer Stärke von  ca. 3-4 mm auf die Grundierung aufgetragen. Nun muss der Oberputz etwas ansteifen. Dabei muss genau der richtige Zeitpunkt gefunden werden. Ist der Oberputz noch zu flüssig, so lässt sich dieser nicht richtig filzen und die Oberfläche wird nicht glatt. Die Konsistenz des Oberputzes sollte so sein, dass dieser beim Druck mit einem Finger nicht mehr nachgibt, aber dennoch nicht zu trocken ist. Je nach Luftfeuchtigkeit und Art des Putzes ist dies meistens nach 4-6 Stunden der Fall. Dann wird der Putz mit einem Quast leicht angefeuchtet und anschließend mit einem Filzbrett mit kreisenden Bewegungen gefilzt. Das Filzen sollte nur solange durchgeführt werden, bis die Oberfläche die gewünschte Struktur hat.



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Folgendes sollte man beim Filzputz beachten: Einen Außenputz sollte man eher nicht filzen, da sich dadurch das Putzbindemittel an der Oberfläche anlagert. Beim Aushärten kommt es dann häufig zu Rissen, da die Putzoberfläche härter ist, als der Untergrund. Durch die Temperatur und Wetterschwankungen wird die Rissbildung dann noch verstärkt, so dass die Risse sichtbar werden. Das selbe gilt im übrigen auch für einen Innenputz. Wird der Innenputz zulange mit dem Filzbrett bearbeitet, gelangt zuviel Bindemittel an die Oberfläche.



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Fazit: Die Herstellung eines Filzputzes setzt sehr viel Erfahrung voraus. Fehler die bei dieser Arbeit gemacht werden stechen sofort ins Auge, da diese die gesamte Putzoberfläche betreffen. Daher ist man gut beraten, wenn die fachliche Qualifikation nicht vorhanden ist, eine Fachfirma mit dieser Arbeit zu beauftragen. Dies ist in der Regel günstiger, als den gesamten Putz zu entfernen und nochmals die Wände zu verputzen.

Alle Angaben ohne Gewähr!