Anleitung: Glasbausteine mauern

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In den 70-iger Jahren wurden häufig die Aussenwände von Treppenhäusern mit Glasbausteinen gemauert. Die Glassteine haben den Vorteil, dass sie Licht in das Gebäudeinnere lassen, sind dabei aber nicht vollkommen Transparent, so dass die Privatsphäre geschützt ist. Des weiteren sind Glasbausteine Mauern sehr Pflegeleicht und äußerst kratzfest. Allerdings dürfen Mauern aus Glasbausteinen keine statisch tragenden Funktionen besitzen.



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Lange Zeit waren Glassteine in Vergessenheit geraten. Erst neue innovative Produkte sorgten dafür, dass heute Gasbausteinemauern voll im Trend liegen. So werden im Fachhandel Glassteine nicht nur rechteckig, sondern auch dreieckig, mit abgerundeten Kanten und sogar rund angeboten. Früher musste man Glasbausteine mit Mörtel mauern, was einige Erfahrung voraussetzt.

Glasbausteine mauern

Heute werden Glasbausteine aus Kunststoff angeboten, die man ohne Mörtel mauern kann. Diese Bausteine werden nach dem Nut-Federnprinzip zusammengesteckt. Die Glassteinemauer wird dabei in einem Rahmenprofil aus Kunststoff oder Aluminium aufgebaut. Der genaue Aufbau einer derartigen Glasbausteinmauer hängt vom verwendeten System ab. Der Aufbau erfolgt dabei meistens in folgender Reihenfolge:

•Die Nut und Ferdern Rahmenprofile werden zuerst auf die erforderliche Länge abgelängt. Dabei werden die Profile an den Enden im 45° Winkel abgesägt.
•Nun werden die Profile mit Verbindungsstücken miteinander zu einem nach oben offenen Hilfsrahmen verschraubt.
•Als Nächstes schaubt man den Hilfsrahmen am Boden und an der Wand fest. Dabei kontroliert man den senkrechten Stand mit einer Wasserwaage.
•Jetzt können die Dichtungsprofile in dem Hilfsrahmen befestigt werden.
•Dann kann die erste Reihe Glasbausteine gemauert werden. Auf diese Reihe wird dann wieder ein Dichtungsprofil verlegt. Nun kann die zweite Reihe Glassteine verlegt werden. Auf diese Weise mauert man die Glasbausteine bis auf die gewünschte Höhe hoch.



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•Zum Schluss wird der Hilfsrahmen mit einem Profilelement verschlossen und fertig verschraubt. Dann kann man die Schutzfolie von den Glasbausteine abziehen.
Hinweis: Das Glasbausteine Mauern wird hier nur schemenhaft beschrieben. Die genaue Vorgehensweise hängt vom verwendeten Glasbausteinsystem ab.

Versierte Heimwerker können Glasbausteine auch auf traditionelle Weise mit Mörtel mauern. Dabei muss man allerdings sehr sorgfältig arbeiten, da die Fugen zwischen den Glasbausteinen Sichtfugen sind, die alle die gleiche Breite besitzen müssen. Die Glassteine werden mit erdfeuchten Zementmörtel gemauert. Die Glasbausteine werden dabei mit Betonstahlstäben bewehrt, wobei diese nicht direkt mit den Glassteinen in Berührung kommen dürfen. Die Verfugung der Glasbausteine sollte so schnell wie möglich erfolgen, damit sich der erdfeuchte Mauermörtel gut mit dem Fugenmörtel verbindet. Die Glassteine dürfen beim Mauern nur mit einem Gummihammer festgeklopft werden, harte Werkzeuge sind zu vermeiden. An den Rändern müssen Dehnungs und Gleitfugen angebracht werden, die die Glasbausteine vor Belastungen schützen. Die Dehnungs und Gleitfugen an den Glasbausteinen müssen gegen Feuchtigkeit abgedichtet werden.



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