Anleitung: Holzboden versiegeln

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Damit ein Dielenboden oder ein Parkettboden vor Abnutzung geschützt wird, ist eine Versiegelung notwendig. Bevor man einen Holzboden versiegeln kann, müssen einige Vorarbeiten durchgeführt werden.

  • So ist es erforderlich den Holzboden abzuschleifen, bevor dieser versiegelt werden kann. Ein neu verlegter Holzboden wird durch das Abschleifen geglättet und abstehende Holzfasern werden entfernt. Bei einem alten Holzboden können durch das Schleifen Dellen und Kratzer entfernt werden. Zudem ist es vor dem Versiegeln erforderlich, alte Lack- oder Ölschichten zu entfernen.



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  • Beim Schleifen des Holzbodens muss ein Schleifpapier mit einer geeigneten Körnung verwendet werden. Bei groben Unebenheiten fängt mit einer Körnung von K 16 an, die dann schrittweise bis zu einer Körnung von K 150 verfeinert wird.
  • Nicht nur die Körnungsgröße sielt beim Schleifen eine Rolle. Auch die Körnungsdichte solle je nach Anwendungsgebiet richtig ausgewählt werden. Wenn auf dem alten Holzboden Farben und Öle aufgetragen wurden, so ist es empfehlenswert, diesen mit einem Schleifpapier mit offener Streuung vor dem Versiegeln abzuschleifen, da bei diesem Schleifpapier zwischen den Körnern Platz für Lack und Ölreste ist.
  • Zum Schleifen kann man eine Walzenschleifmaschine oder eine Tellerschleifmaschine verwenden. Die Walzenschleifmaschine hat den Nachteil, dass diese sehr gleichmäßig geführt werden muss, da es im Holzboden ansonsten zur Wellenbildung kommt. Die Kanten kann man mit einem Randschleifer schleifen.

Nachdem der Holzboden zum Versiegeln abgeschliffen wurde, muss dieser noch von Schleifstaub gereinigt werden. Zum Holzboden versiegeln stehen unterschiedliche Mittel zur Verfügung.

  • Bevor man mit dem eigentlichen Holzboden Versiegeln beginnt, ist es ratsam eine sogenannte Grundversiegelung aufzutragen, die gewährleistet, dass sich die Farbe des Holzes nicht verändert. Durch die Grundversiegelung werden die Holzporen geschlossen, so dass der eigentliche Siegellack in diese nicht eindringen kann.



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  • Zum Versiegeln von Holzböden kann man Öl-Kunstharzlacke verwenden, die mit einer Farbrolle oder einem Flächenstreicher aufgetragen werden können. Diese Art von Versiegelung benötigt zum Trocknen Sauerstoff, so dass man für eine ausreichende Belüftung sorgen sollte. Zudem ist die Geruchsbelästigung dieser Siegellacke relativ groß, so dass man sowieso für eine gute Belüftung achten sollte.
  • Im Fachhandel werden auch Siegellacke auf Wasserbasis angeboten. Diese Versiegelungen können mit Wasser einfach verdünnt werden. Des weiteren hat eine wasserbasierte Holzversiegelung den Vorteil, das diese kaum Schadstoffe enthält, leicht zu verarbeiten ist und zu keiner Geruchsbelästigung führt. Zum Versiegeln von Holzböden können wasserbasierte Siegellacke ebenfalls mit einem Farbroller oder einem Flächenstreicher aufgetragen werden. Als Grundversiegelung ist ein Voranstrich mit einem 10% wasserverdünnten Siegellack zu empfehlen.
  • Für Parkett Holzböden werden auch Siegellacke auf Polyurethanbasis angeboten. Diese Versiegelung gibt es auf Einkomponenten und Zweikomponentenbasis, wobei diese Siegellacke dann verwendet werden, wenn sehr hohe Ansprüche an die Oberflächenqualität gestellt werden.



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  • Auch Öl und Wachs wird zum Versiegeln von Holzfußböden verwendet. Im Gegensatz zu einer Versiegelung mit Siegellack, bildet das Öl eine offenporige Imprägnierung des Holzbodens. Das Öl dringt dabei Tief in das Holz ein, bietet aber keinen wirkungsvollen Schutz gegen Verschmutzung. Deshalb ist es ratsam die Fläche noch mit einem Wachs zu behandeln, das auf der Oberfläche des Holzes verbleibt und dort Schmutz und wasserabweisend wirkt.