Anleitung: Kopfsteinpflaster verlegen

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Im Vergleich zum Verlegen von herkömmlichen Betonplatten ist das Kopfsteinpflaster verlegen etwas schwieriger. Da die Pflastersteine alle eine unterschiedliche Höhe besitzen, muss jeder Stein unterschiedlich tief in das Verlegebett gesetzt werden. Wenn man einige Punkte beim Kopfsteinpflaster verlegen beachtet, so kann man diese Arbeit durchaus selber durchführen.

Anleitung: Kopfsteinpflaster verlegen

So sollte das Kopfsteinpflaster nach dem Verlegen möglichst nicht aussehen!



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  • Bevor man mit dem Verlegen der Pflastersteine beginnen kann, muss ein geeigneter Unterbau geschaffen werden. Dazu hebt man im Verlegebereich den Erdboden bis auf eine frostsichere Tiefe aus. Die Grube füllt man je nach Stärke der Kopfsteinpflastersteine bis ca. 15 cm unter dem Bodenrand mit Kies auf.
  • Diese Kiesschicht wird mit einer Rüttelplatte verdichtet. Dann wird eine ca. 5-8 cm starke Schicht Verlegesand aufgetragen, verdichtet und geglättet.
  • Wichtig ist, dass der Unterbau eine Gefälle von ca. 2% erhält, damit das Regenwasser abfließen kann. Wenn das Kopfsteinpflaster an einem Gebäude verlegt wird, so muss das Gefälle vom Gebäude weg führen.



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  • Wenn das Kopfsteinpflaster stark belastet wird, ist es zu empfehlen, dieses durch Randsteine zu stabilisieren. Dazu verlegt man die Randsteine im erdfeuchten Mörtelbett. Der Spalt zwischen dem Erdboden und den Randsteinen sollte ca. 15-20 cm breit sein. Dieser Spalt wird dann mit Mörtel keilförmig aufgefüllt.

  • Nach dem Trocknen des Mörtels kann man mit dem Kopfsteinpflaster verlegen beginnen. Die Kopfsteinpflastersteine werden dabei in den Verlegesand gedrückt und mit einem Gummihammer fest geklopft. Dickere Steine werden weiter in den Sand hineingeklopft, während nicht so starke Pflastersteine unter Umständen mit etwas Sand unterfüllt werden.

  • Während des Kopfsteinpflaster Verlegens sollte man die Position der Pflastersteine mit einer Wasserwaage und einer Setzlatte kontrollieren und unter Umständen einzelne Steine nivellieren.



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  • Nach dem Verlegen des Kopfsteinpflasters muss dieses noch verfugt werden. Dazu kann man Fugensand oder auch Fugensplitt verwenden. Wer eine einheitliche Oberfläche will, der der kann die Fugen mit Fugensand verfugen, der aus den selben Material wie das Kopfsteinpflaster hergestellt ist. Zum Verfugen des Kopfsteinpflasters wird der Fugensand mit einem Besen in die Fugen eingekehrt. Dann wässert man die Oberfläche vorsichtig mit einem Gartenschlauch. Durch das Wässern wird der Fugensand in den Fugen verdichtet. Es kann sein dass der Fugensand zwischen den Kopfsteinpflastersteinen etwas absackt. In diesem Fall muss man die betroffenen stellen nochmals verfugen.