Anleitung: Messing löten mit Lötzinn

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Messing löten

Beim Löten entsteht eine feste Oberflächenverbindung indem Partikel des Lotes in die Oberfläche des Metalls eindringen. Kupferhaltige Metalle wie z.B. Messing können mit Lötzinn gelötet werden. Das Löten mit Lötzinn bezeichnet man als Weich Löten, da das Lötzinn aus einer relativ weichen Legierung aus Zinn und Blei besteht, die bei Temperaturen um ca. 190-250° Celsius schmilzt. Beim Messing Löten sollte man die im folgenden beschriebenen Punkte beachten.



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Den richtigen Lötkolben zum Messing Löten auswählen

Lötkolben zum Messing löten

Beim Weichlöten von Messing kann man einen elektrischen oder auch einen Gaslötkolben verwenden. Bei einem elektrischen Lötkolben wird die Lötspitze durch elektrischen Strom erwärmt. Bei Löstationen lässt sich die Temperatur stufenlos einstellen, so dass man diese auf das verwendete Lot und das zu lötende Messing optimal einstellen kann.

Bei einem Gaslötkolben wird entweder eine Lötspitze durch die Gasflamme erhitzt oder das Lot wird direkt mit der Gasflamme erwärmt. Ein Gaslötkolben hat den Vorteil, dass die Lötstelle punktuell erhitzt werden kann, so das nicht das gesamte Bauteil starker Hitze ausgesetzt wird. Zudem muss man beim Löten mit der Flamme nicht das Bauteil berühren, was bei empfindlichen Bauteilen von Vorteil ist. Zudem kann man mit einem Gaslötkolben auch Messing mit Silberlot hart löten. Hart gelötete Verbindungen sind wesentlich stabiler als Verbindungen die mit Lötzinn gelötet sind.

 

Allerdings hat ein Gaslötkolben den Nachteil, dass sich die Löttemperatur nicht so einfach wie bei einer elektrischen Lötstation regulieren lässt. Für Anfänger ist deshalb eine elektrische Lötstation die bessere Wahl. Mit einer Lötstation kann man auch ohne viel Übung perfekte Lötstellen herstellen.

Ein geeignetes Lötzinn zum Löten von Messing finden

Lötdraht zum Messing löten

Zum Löten benötigt man neben dem Lötkolben noch ein geeignetes Lot und ein Flussmittel. Für kleine Lötverbindungen kann man herkömmliches Radiolot (z.B. Sn60 Pb38 Cu2) verwenden. Der Vorteil von Radiolot ist, dass in dem Lötzinn eine Kolophonium-Seele integriert ist, die als Flussmittel dient. D.h. beim Löten ist es nicht notwendig das Flussmittel extra auf die Lötstelle aufzutragen.

Wenn größere Messingstücke miteinander verlötet werden sollen, so ist die Verwendung eines Gaslötkolbens empfehlenswert. Als Lot werden spezielle Zinnstangen verwendet, die im Fachhandel zu Dachrinnen löten angeboten werden. Das Flussmittel muss in diesem Fall direkt auf die Lötstelle aufgetragen werden.



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Messing weich löten mit Radiolot

Die zu lötenden Messingteile müssen fettfrei sein. Gegebenenfalls sollte man die Teile vor dem Löten gründlich reinigen. Dann wird er Lötkolben auf die erforderliche Betriebstemperatur gebracht. Anschließend drückt man die Lötspitze leicht an die zu lötenden Bauteile und erwärmt diese. Als Nächstes drückt man da Radiolot (mit Kolophonium-Seele) Lötspitze bzw. die erwärmten Messing – Bauteile. Wenn das Lötzinn geschmolzen ist und durch die Adhäsionswirkung in die Fugen gesaugt wurde, kann die Lötspitze entfernt werden. Nach dem Abkühlen des Lötzinns ist die Verbindung fest.

Messing hart löten mit Silberlot

Messing kann mit Silberlot hart gelötet werden. Man sollte allerdings ein Silberlot wählen, bei dem die Schmelztemperatur nicht über 650° Celsius liegt, da der Schmelzpunkt von Messing bei ca. 900° liegt. Wenn der Schmelzpunkt des Silberlotes zu hoch ist, so schmilzt das Messing vor dem Silberlot oder es wird so stark ausgeglüht, dass das Material an Festigkeit verliert.

Bevor man mit dem Messing Löten beginnen kann, muss dieses gründlich gereinigt werden. Zum Reinigen kann man ein Reinigungsvlies verwenden. Dann werden die Bauteile mit Flussmittel bestrichen. Wichtig ist, dass das Flussmittel zum Löten von Messing mit Silberlot geeignet ist. Nun erhitzt man die Bauteile mit dem Gasbrenner. Das Messing darf in keinem Fall zu glühen anfangen, da es ansonsten an Stabilität verliert. Dann wird das Silberlot erhitzt. Um das Silberlot auf die Messing – Bauteile aufzutragen, wird dieses mit dem Gasbrenner abgeschmolzen. Die richtige Löttemperatur ist dann erreicht, wenn das Silberlot von alleine auf den Bauteilen zerfließt und durch die Adhäsionswirkung in die Spalten hineingezogen wird.



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Die Reinigung der Werkstücke nach dem Löten mit Flussmittel

Nach dem Löten mit Flussmittel müssen die Messing – Werkstücke unbedingt gründlich gereinigt werden. Die Flussmittelreste sind sehr aggressiv und greifen die Bauteile an, wenn diese nicht sorgfältig entfernt werden. Die Teile können mit Zitronensäure gereinigt werden. Hartnäckige Verschmutzungen und Verfärbungen werden mit einer Satinierbürste oder einem Reinigungsvlies gesäubert.