Anleitung: Pflastersteine verfugen

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Nachdem das Pflaster verlegt wurde, müssen die Pflastersteine noch fachgerecht verfugt werden, damit diese einen ausreichenden Halt im Verlegebett bekommen. Um Pflastersteine zu verfugen stehen unterschiedliche Materialien zur Verfügung, die hier kurz mit ihren Vorteilen und Nachteilen beschrieben werden.



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  • Sand ist ein sehr beliebtes Material zum Verfugen von Pflastersteinen. Der große Vorteil von herkömmlichen Sand ist, dass die Preise sehr günstig sind, so dass sich die Kosten auch in Grenzen halten, wenn größere Flächen verfugt werden müssen. Allerdings ist es nicht ratsam Rundkornsand zum Verfugen zu verwenden, da die runden Sandkörner den Pflastersteinen wenig halt geben. Besser zum Verfugen ist Brechsand, dessen Kanten gebrochen und scharfkantig sind. Dieser Sand verfestigt sich unter Einwirkung von Feuchtigkeit, so dass die Steine einen wesentlich besseren Halt bekommen. Die Korngröße sollte bei Fugensand zwischen 0,4-0,8 mm liegen. Ein weiterer Vorteil von Fugensand ist, dass das Regenwasser in den Fugen versickern kann, so dass auf der Pflasterfläche keine Pfützen entstehen. Der Nachteil von Fugensand ist, dass in den Fugen sehr schnell Unkraut wächst, und der Sand sich mit Schmutz vermischt. Die Reinigung der Fugen kann nicht mit einem Hochdruckreiniger durchgeführt werden, da dieser denn Fugensand ausschwemmt.
  • Auch Quarzsand wird sehr häufig zum Pflastersteine verfugen verwendet. Quarzsand ist wesentlich teurer als herkömmlicher Sand und wird meistens aus optischen Gründen zum Verfugen verwendet, da die Fugen schön weiß sind. Die Vorteile und Nachteile sind die selben wie bei herkömmlichem Fugensand. Meistens verschmutzen die weißen Fugen sehr schnell, so dass der optische Effekt des weißen Sandes mit der Zeit verschwindet.



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  • Bei Pflastersteinen, die im Mörtelbett verlegt wurden, wird auch sehr häufig Fugenmörtel auf mineralischer Basis zum Verfugen verwendet. Wenn ein Natursteinpflaster verlegt wurde, so sollte man keinen Fugenmörtel auf Zementbasis verwenden, da es ansonsten zu unschönen Ausblühungen am Naturstein kommen kann. Zudem entstehen durch Temperaturschwankungen Risse, in die Wasser hinein läuft, dass im Winter gefriert, was zum Ausplatzen des Fugenmörtels führt. Besser ist die Verwendung von Fugenmörtel auf Trasszementbasis, bei dem es nicht zu Ausblühungen kommen kann. Zudem sind die Fugen wasserdicht, so dass einer Rissbildung vorgebeugt wird.
  • In den letzten Jahren wird zum Pflastersteine verfugen auch Fugenmörtel auf Kunstharzbasis verwendet. Dieser Fugenmörtel ist zwar recht teuer allerdings hat dieser bis auf den hohen Preis eigentlich nur Vorteile. Dieser Fugenmörtel ist sehr elastisch und absolut winterfest, so dass einer Rissbildung bei fachgerechter Verarbeitung nahezu ausgeschlossen ist. Der Fugenmörtel auf Kunstharzbasis ist hart wie Beton, so dass Unkraut zwischen den Fugen keine Chance hat. Auch dass Reinigen der Fugen mit einem Hochdruckreiniger ist möglich, so dass der Pflegeaufwand recht gering ist.



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  • Auch Basaltmehl wird zum Pflastersteine verfugen eingesetzt. Dieses Fugenmaterial liegt im mittleren Preissegment. Die Vorteile und Nachteile sind ähnlich wie beim Brechsand. Allerdings bietet Basaltmehl den Pflastersteinen einen besseren Halt als herkömmlicher Fugensand. Basaltmehl darf vor der Verarbeitung nicht feucht werden, da dieses ansonsten verklumpt. Basaltmehl kann wie Fugensand auch, in die Fugen mit einem Besen eingekehrt oder eingeschlämmt werden.