Anleitung: Polygonalplatten verfugen

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Polygonalplatten verfugen

Polygonalplatten werden in der Regel im Außenbereich verlegt. Daher ist es wichtig, dass die Fugen zwischen den Platten der Witterung Stand halten. Wenn die Polygonalplatten nicht fachgerecht verfugt sind, dann kann Frost in Kombination mit Feuchtigkeit zu schweren Schäden am Plattenbelag führen.



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Die richtige Fugenmasse zum Polygonalplatten Verfugen auswählen

Die Fugenmasse spielt beim Verfugen der Platten natürlich eine entscheidende Rolle. Sie sorgt dafür, dass die Fugen zwischen den Platten wasserdicht werden. Wenn das Fugenmaterial nicht dicht ist, kann zwischen den Fugen und den Polygonalplatten Feuchtigkeit eindringen. Bei Frost kommt es dann zu Rissen im Fugenbild oder je nach Verlegeart der Platten auch zum Ablösen einzelner Platten. Des weiteren kann es bei einem ungeeigneten Fugenmörtel zu Ausblühungen an den Platten kommen. Die Auswahl der Fugenmasse ist von der Art der Polygonalplatten und auch von der Verlegeart abhängig.

Wenn die Polygonalplatten im Mörtelbett verlegt wurden, so sollte man unbedingt einen Fugenmörtel mit Bindemittel verwenden. Man spricht dann von gebundenen Fugen. Es kann z.B. ein Fugenmörtel auf Epoxidharzbasis verwendet werden. Das selbe gilt für Fugen, die breiter als 1 cm sind.

Polygonalplatten, die im Sandbett verlegt sind, werden mit Fugenmörtel ohne Bindemittel verfugt. Für Fugenbreiten unter 10 mm verwendet man ebenfalls einen ungebundenen Fugenmörtel. Wichtig beim Kauf des Fugenmörtels ist, dass man darauf achtet, dass dieser frostsicher ist.



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Polygonalplatten mit Fugenmörtel verfugen

  1. Als Erstes wird der Fugenmörtel mit Wasser entsprechend der Herstellerangabe vermischt. Dann rührt man den Mörtel mit einem Rührgerät solange durch, bis eine homogene Masse entsteht und keine Klumpen mehr sichtbar sind. Der Fugenmörtel sollte dann ca. 10-15 Minuten ruhen, bevor man mit dem Verfugen der Polygonalplatten beginnen kann.
  2. Die Fugen sollten eine Tiefe von mindestens 3 cm besitzen, damit der Mörtel stabil genug  ist, um den Belastungen auszuhalten. D.h. die Fugen müssen je nach Verlegeart von Sand, Splitt oder Verlegemörtel gereinigt werden, bevor man mit dem Verfugen beginnen kann.
  3. Natursteinplatten wie z.B. Granit oder Porphyr, die sehr wenig Wasser aufnehmen, werden im sogenannten Schlämmverfahren verfugt. Dabei wird der Fugenmörtel mit einem Fugengummi in die Fugen unter leichtem Druck eingebracht. Beim Verfugen sollte man stehts darauf achten, dass alle Fugen vollständig mit Mörtel gefüllt sind. Der überschüssige Fugenmörtel wird mit einem Schwammbett und Wasser entfernt. Dabei ist zu beachten, dass man den Mörtel nicht wieder aus den Fugen hinaus reibt.
  4. Stark saugende Polygonalplatten wie z.B. Sandsteinplatten werden im Spritzverfahren verfugt. Bevor man mit dem Verfugen beginnen kann, müssen diese mit einem Schwamm vorgenässt werden. Durch das Vornässen wird verhindert, dass die Platten das Wasser aus dem Fugenmörtel saugen. Beim Vornässen sollte man darauf achten, dass in den Fugen kein Wasser steht. Der Fugenmörtel wird mit einer Mörtelspritze in die Fugen eingebracht. Nach dem Antrocknen der Fugenmasse wird die Fläche mit einem feuchten Schwamm gereinigt.



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