Anleitung: Porenbeton verputzen

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Porenbeton, hat eine Reihe von Vorteilen, gegenüber anderen Baustoffen. So besitzt dieses Material hervorragende Wärmedämmeigenschaften, ist sehr leicht und kann mit einer herkömmlichen Säge geschnitten werden. Des weiteren können Porenbeton bzw. Porenbetonsteine im Dünnbettverfahren gemauert werden, so dass nur minimale Fugen entstehen. Auch das Porenbeton verputzen ist relativ einfach, da die Wände in der Regel sehr eben und senkrecht gemauert sind, so dass man kaum Unebenheiten ausgleichen muss. Im Folgenden wird eine Anleitung und einige Tipps zum Porenbeton verputzen im Innen und Außen – Bereich gegeben.



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Porenbeton innen verputzen

Die Oberfläche einer Porenbeton – Wand ist stark saugend, deshalb sollte man einige Dinge beachten, wenn man eine Porenbetonwand verputzen will. Der Putz kann bei einer Porenbetonwand sehr dünn ausgeführt werden. Es ist sogar möglich die Fugen und die Porenbetonsteine zu verspachteln, zu schleifen und anschließend zu grundieren. Dann kann man die Wand mit Farbe streichen. Natürlich ist es auch möglich die Porenbetonwand auf herkömmliche Weise zu verputzen. Dabei geht man folgendermaßen vor:

Eventuell vorhandene Fehlstellen und offene Fugen müssen vor dem Verputzen mit Planblockmörtel oder Gips aufgefüllt werden. Die Fugen werden dann verstrichen und anschließend mit einem Reibebrett wieder aufgeraut. In Bereichen von Fensterstürzen, Rolllädenkästen, oder bei einem Materialwechsel muss der entsprechende Bereich mit einer Putzarmierung verstärkt werden. Die Putzarmierung kann aus einem Glasgewebe oder einer engmaschigen Edelstahlmatte bestehen. Diese verleiht dem Putz eine höhere Zugfestigkeit und beugt der Entstehung von großen sichtbaren Rissen vor. Die gesamte Wand sollte vor dem Verputzen mit einem Besen von Staub und anderen Verunreinigungen gesäubert werden.

Die Vorbehandlung des stark saugfähigen Porenbetons hängt von der Art des verwendeten Putzes ab. Bei einigen Putzarten reicht ein Vornässen des Untergrundes bei anderen muss der Porenbeton vor dem Verputzen zuerst mit einer speziellen Grundierung gestrichen werden. In jedem Fall sollte man die Herstellerangabe bezüglich der Verarbeitung des Putzes beachten.

Eventuell vorhandene Türöffnungen werden mit Schalbrettern verkleidet. Dabei ist darauf zu achten, dass diese lotrecht eingespreizt werden. Auch auf einen fluchtgerechten Sitz der Schalbretter ist zu achten. Die Schalbretter sollten ca. 5-8 mm aus der Türöffnung hervorragen, da diese das Maß für die Putzstärke  vorgeben. Sollte man vor haben, den Putz dicker aufzutragen, so ist es ratsam, vorher Putzschienen in einem Abstand von ca. 50 cm an der Wand zu befestigen. Mit Hilfe der Putzschienen kann der Putz dann mit einer Kartätsche abgezogen werden.



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Der Putz wird mit einer Glättkelle bzw. einem Stahlglätter auf der Porenbetonwand aufgetragen. Bei dieser Arbeit sollte man darauf achten, dass der Materialauftrag überall gleichmäßig stark erfolgt. Mit der Kartätsche wird der Putz anschließend abgezogen und geebnet.

Nach einiger Zeit, noch bevor der Putz an der Wand getrocknet ist, wird die Porenbetonwand mit einem Quast angefeuchtet und dann mit einem Schwammbett mit kreisenden Bewegungen gefilzt. Anschließend kann man die Wand nochmals mit einem Stahlglätter glätten. Die Porenbeton – Wand ist nun fertig verputzt und kann nach dem Trocknen des Putzes mit Farbe gestrichen oder tapeziert werden.

Anleitung und Tipps: Porenbeton außen verputzen

Meistens werden Porenbetonfassaden heute mit mineralischen Leichtputzen verputzt.  Der Putz kann je nach Putzsystem einlagig oder zweilagig aufgetragen werden. Die Putzstärke beträgt dabei in der Regel unter 20 mm. Wichtig ist, dass des verwendete Putzmaterial dehnfähig, wasserundruchlässig, witterungsbeständig und diffusionsoffen ist. Der Putzgrund muss frei von Staub und anderen Verunreinigungen sein, die das Haftvermögen negativ beeinflussen können.

Je nach Putzsystem kann es notwendig sein die Wand vorzunässen, zu grundieren oder mit einem Spritzbewurf zu versehen.



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An den Gebäudekanten müssen Eckschutzprofile und Sockelabschlussprofile angebracht werden. An  Stellen, die der Witterung in besonderem Maße ausgesetzt sind sollte man Edelstahlprofile verwenden. Wenn die Porenbetonsteine auf unterschiedliche Materialien treffen, wie dies z.B. bei Rollladenkästen der Fall ist, so müssen Armierungsgewebe vor dem Verputzen angebracht werden. Das Armierungsgewebe verhindert die Bildung von großen sichtbaren Rissen im Putz. Das Verputzen der Porenbeton Wand hängt von der Art des verwendeten Putzsystems ab. In jedem Fall sind die Herstellerangaben bezüglich der Verarbeitung des Putzes genau zu befolgen.

Alle Angaben ohne Gewähr!