Anleitung: Riemchen kleben

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Das Verlegen von Riemchen setzt eine gewisse Erfahrung voraus. Deshalb sollten nur Heimwerker , die die notwendige Qualifikation zum Riemchen kleben besitzen, diese Arbeit selber ausführen. Werden Fehler beim Verkleben der Riemchen gemacht, so kann dadurch die gesamte Optik der Fassade ruiniert sein. Die folgende Anleitung zum Kleben von Riemchen zeigt schrittweise die wichtigsten Punkte, die man bei dieser Arbeit beachten sollte.



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Riemchen an die Fassade kleben

Wenn Riemchen außen an der Fassade angebracht werden sollen, ist eine witterungsbeständige Verklebung erforderlich. Im Fachhandel werden dazu spezielle hoch flexible Fliesenkleber angeboten, die die Temperatur bedingte Ausdehnung des Untergrundes ausgleichen können.

Zum Riemchen kleben benötigt man folgende Werkzeuge und Materialien:

Bohrmaschine mit Rührkorb

Zahnkelle mit 8 mm Zahnung

Wasserwaage

Senklot

Fugeneisen

Richtschnur

Hochelastischer Fliesenkleber

Hochelastischer Fugenmörtel

elastische Fugendichtmasse für die Anschlußfugen



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Nachdem man sich die erforderlichen Werkzeuge und Materialien zurecht gelegt hat, sollte man einen Verlegeplan für die Riemchen anfertigen. Bei der Erstellung des Verlegeplans kann man die Fluchten von Fenster und Türöffnungen verwenden. Um die waagrechten Riemchen zu positionieren geht man von oben nach unten vor. An den Kanten über Fenster und Türen werden immer ganze Riemchen verlegt. D.h. die Riemchen sollten in diesen Bereichen nicht geschnitten werden. Wenn man überall ganze Riemchen verlegen will, kann man die Fugenbreite minimal variieren, um den Breitenunterschied auszugleichen.

Nun kann man mit dem Riemchen kleben beginnen. Die Riemchen werden im sogenannten Buttering-Floating-Verfahren an die Wand geklebt. Dazu wird der Fliesenkleber zuerst mit der Glättkelle an der Wand aufgetragen und anschließend mit dem Zahnspachtel gut durchgekämmt. Anschließend trägt man den Fliesenkleber auf die Rückseite der Riemchen auf.

Damit man einen exakten senkrechten Fugenverlauf erhält, verlegt man an den Kanten der Wände einige Riemchen übereinander und kontrolliert deren Sitz mit einer Wasserwaage und einem Senklot. Natürlich sollten auch die waagrechten Fugen exakt verlaufen. Dazu spannt man eine Richtschnur waagrecht und fixiert diese an den Enden mit Nägeln. An der Richtschnur können die Riemchen nun ganz genau ausgerichtet werden. Falls Riemchen geschnitten werden müssen so kann man dies mit einem Winkelschleifer mit passender Trennscheibe. Besser ist allerdings wenn man zum Schneiden der Klinkerriemchen einen Nassfliesenschneider mit Diamanttrennscheibe verwendet.



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Nachdem alle Riemchen verlegt sind und der Fliesenkleber getrocknet ist, müssen diese noch verfugt werden. Dazu verwendet man elastischen Fugenmörtel. Bei offeporigen Riemchen ist die Verwendung eines Fugeneisens empfehlenswert, um die empfindliche Oberfläche zu schützen. Im Bereich von Tür und Fensterrahmen müssen die Fugen dauerelastisch hergestellt werden. Dazu verwendet man dauerelastische Fugenmasse. Damit die Fugenmasse nicht Kontakt mit dem Fugenuntergrund bekommt, legt man zuvor Füllschnüre in die Fugen ein. Auch die Außen- und Innenecken werden dauerlastisch verfugt.