Anleitung: Vergaser synchronisieren

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Motoren deren Gemischaufbereitung mittels eines Vergasers erfolgt, müssen synchronisiert werden, da der Motor ansonsten ruppig läuft und es zu Leistungseinbußen und zu einem höheren Spritverbrauch kommen kann. Das Synchronisieren der Vergaser erfolgt sowohl im Leerlauf als auch im Teillastbereich. Das Synchronisieren im Leerlauf bewirkt, dass der Motor ruhig läuft und nicht rüttelt.



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Wenn die Vergaser im Teilastbereich nicht richtig synchronisiert sind, hat dies zur Folge, das es zu einem Leistungsverlust kommt, da ein Zylinder den anderen mitziehen muss. Des weiteren steigt auch der Benzinverbrauch. Das Einstellen der Vergaser aufeinander sollte man mit Unterdruckuhren bewerkstelligen. Es gibt zwar auch andere Synchrontester, die Beispielsweise mit Luftschwimmern arbeiten. Diese bringen aber in der Regel kein allzu gutes Ergebnis. Eine Unterdruckuhr kostet im Fachhandel ca. 50 Euro. D.h. will man einen Vierfachvergaser synchronisieren, so benötigt man 4 Unterdruckuhren, die dann Kosten in Höhe 200 Euro verursachen.

Vergaser synchronisieren: Synchrontester, Unterdruckuhren

Man sollte sich daher gründlich überlegen, ob man das Syncronisieren besser einem Fachmann überlässt, der diese Arbeit meist günstiger erledigen kann. Nur wenn man das Einstellen des Vergasers öfter machen muss, lohnt sich die Anschaffung der Unterdruckuhren. Arbeitsweise der Unterdruckuhren beim Synchronisieren des Vergasers: Die Unterdruckuhren zeigen den Unterdruck im Ansaugtrakt des Vergasers an, der direkt mit Drehzahl und damit mit der Drosselklappenstellung zusammenhängt. Die Nachfolgende Beschreibung ist nur schemenhaft, da es unterschiedliche Vergasertypen gibt. Bevor man mit dem eigentlichen Syncronisieren der Vergaser beginnen kann, muss gewährleistet sein, dass die Zündung korrekt eingestellt ist und die Vergaserdüsen sauber sind.



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Zuerst wird der Motor auf Betriebstemperatur gebracht. Dann wird getestet, ob der Motor im Leerlauf ruhig läuft. Wenn dies der Fall ist, so ist es nicht notwendig die Leerlaufeinstellung zu ändern. Falls der Motor im Leerlauf nicht rund läuft, ist es erforderlich den Leerlauf einzustellen. Bei 2-Zylindermotoren wird der Leerlauf gewöhnlich für jeden Zylinder einzeln eingestellt. D.h. der andere Zylinder wird durch Ziehen des Zündkerzensteckers stillgelegt. (Vorsicht bei Hochspannungszündungen: Hier ist es erforderlich den Stecker fachgerecht an der Masse zu Erden.) Das Einstellen des Leerlaufes erfolgt an der Leerlaufemischschraube und an der Leerlaufregulierschraube. Zuerst wird die Leerlaufgemischschraube in der Position eingestellt in der die Drehzahl am höchsten ist. Wenn der Motor zu hoch drehen sollte, kann man diese durch Verstellen der Leerlaufregulierschraube reduzieren. Diese Arbeit wird dann für den anderen stillgelegten Zylinder wiederholt. Dann werden beide Zylinder wieder an die Zündung angeschlossen und es wird mit der Leerlaufregulierschraube die vom Hersteller vorgegebene Leerlaufdrehzahl eingestellt. Die beiden Drosselklappen sind mit einander gekoppelt. Das synchronisieren der Drosselklappen erfolgt meist über eine Schraube, die die Drosselklappenstellung der beiden Drosselklappen zueinander bei Verdrehen geringfügig verändert.



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Die Unterdruckuhren werden nun an die Ansaugstutzen angeschlossen. Beide Synchronuhren müssen die selben Werte anzeigen. Ist dies nicht der Fall, so muss die Einstellung an der Schraube so verändert werden, bis beide Synchronuhren die gleichen Werte anzeigen. Das Synchronisieren unter Last erfolgt auf die gleiche Weise. Die Unterdruckuhren werden über den gesamten Drehzahlbereich kontrolliert, wobei beide Uhren immer die gleichen Werte anzeigen sollen. Falls erforderlich, kann man die Werte an der Kopplungsschraube regulieren.