Anleitung: Vordach selber bauen

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Der Eingangsbereich eines Hauses ist die Visitenkarte. Diesen Bereich sollte man bei der Fassadengestaltung besonderes Augenmerk widmen. Ein Vordach ist nicht nur nützlich wenn es regnet, es kann auch zu einem wichtigen gestalterischen Element werden. Eine Möglichkeit ein Vordach zu bauen, ist die Verwendung eines Bausatzes.



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Bausätze werden im Fachhandel in den unterschiedlichsten Varianten angeboten.  Will man ein Vordach selber bauen, so ist es ratsam die Planung gründlich durchzuführen. Zum Selber bauen ist Holz das geeignetste Material, da es sich im Gegensatz zu Metallen wie z.B. Edelstahl sehr leicht verarbeiten lässt. Auch die Kosten für ein Vordach aus Holz halten sich in Grenzen. Zudem passt Holz als Naturmaterial fasst zu jeder Fassade. Da sich Holz leicht verarbeiten lässt kann man die unterschiedlichsten Konstruktionen verwirklichen.

Vordächer selber bauen

Am einfachsten lässt sich ein Vordach selbst bauen, indem man ein einfaches Schrägdach am Hauseingang anbringt, dass auf zwei oder auch vier Holzträgern gelagert wird. Natürlich kann man auch ein Vordach mit Satteldach selber bauen, dies verlangt allerdings etwas mehr handwerkliches Geschick. Die nachfolgende Anleitung erklärt skizzenhaft, den Bau eines Vordaches mit Schrägdach. Wichtig bei der Konstruktion ist, dass die Dachneigung ausreichend groß ist. Je nach Eindeckungsmaterial sollte diese zwischen 15%-40% liegen.



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Des weiteren muss das Vordach auch statisch so ausgelegt sein, dass es sowohl eine eventuelle Schneelast oder einen Sturm aushält. Da man sich vor dem selber Bauen des Vordaches bei dem zuständigen Bauamt wegen einer eventuell erforderlichen Baugenehmigung erkundigen sollte, kann man dort auch die behördlichen Vorschriften bezüglich der Schneelast und der Sturmfestigkeit erfragen.  Hinweis: In einigen Gegenden benötigt man für den Bau eines Vordaches eine Baugenehmigung, da das Vordach eine Veränderung der Fassade bedeutet. Wenn man sich über die Tragfähigkeit des Mauerwerks nicht im klaren ist, so sollte man das Vordach selbstragend konstruieren. D.h. das Vordach sollte dann auf vier Stützen gelagert werden, wobei zwei Stützen an der Hauswand mit Lastdübeln verschraubt werden, so dass das Vordach weder seitlich noch nach vorn wegkippen kann.  Die Holzstützen dürfen in keinem Fall direkt in den Boden eingelassen werden, da diese ansonsten sehr schnell verfaulen würden.  Man befestigt die Holzstützen auf Pfostenträgern. Dazu hebt man das Erdreich bis auf eine Tiefe von 50 cm aus und betoniert die Pfostenträger ein. Beim Betonieren sollte man mit einer Wasserwaage kontrollieren, ob die Pfostenträger senkrecht stehen. Jetzt werden die Stützpfosten zu gesägt. Die hinteren Pfosten müssen dem geplanten Gefälle entsprechend etwas länger sein. Bei allen Pfosten wird der Zuschnitt oben dem Winkel des Gefälles entsprechend schräg ausgeführt.



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Die hinteren Posten werden nun auf die Pfostenträger gestellt und dann mit der Hauswand verschraubt. Dann fertigt man einen rechteckigen Holzrahmen, der auf den Pfostenträgern als Dachunterkonstruktion mit Metallwinkeln befestigt wird. Zusätzlich kann man bei Bedarf das Vordach noch mit kurzen 45% Schrägstreben im Dachbereich verstärken. Der Dachrahmen wird nun mit einer Holzschalung versehen, die mit Dachpappe abgedeckt wird. Will man das Vordach mit Holzschindeln eindecken, so nagelt man noch eine Lattung auf die Dachpappe, damit die Holzschindeln hinterlüftet werden. Wenn Bitumenschindeln verlegt werden sollten, dann entfällt diese Lattung, da diese direkt auf dem Vordach befestigt werden können.