Anleitung: Wasserleitung selbst verlegen

Zurück “zu Boden verlegen”


Wer handwerklich geschickt ist, der kann durchaus Wasserleitungen selbst verlegen. Allerdings sollte man beim Wasserleitung selbst Verlegen einige Punkte beachten:

  • Leitungen aus Kupfer oder Stahl sind in der Regel etwas schwieriger zu verlegen, da diese gelötet  bzw. es müssen Gewinde geschnitten werden. Diese Arbeit erfordert Erfahrung im Umgang mit Metallen, die nicht unbedingt jeder Heimwerker besitzt. Zudem benötigt man zum Löten bzw. dem Gewinde Schneiden spezielle Werkzeuge.



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  • Wenn der Ph-Wert des Wassers unter 7 liegt, dürfen Kupferleitungen sowieso nicht verlegt werden. Auch bei einem PH-Wert deutlich über 7 sind Metallleitungen nicht zu empfehlen. Zudem geben Wasserleitungen aus Metall ständig Metall ständig Metallionen ab, die je nach Art der verwendeten Legierung gesundheitsschädlich sein können.
  • Aus diesen Gründen sind Wasserleitungen aus Kunststoff wesentlich besser geeignet. Diese lassen sich ohne spezielles Werkzeug relativ leicht verlegen und geben zudem keine giftigen Schwermetallionen an des Wasser ab.
  • Vor dem Wasserleitung verlegen sollte man sich Gedanken machen, ob man die Leitungen auf Putz oder unter Putz verlegen will. Für den Fall, dass die Wasserleitung unter Putz verlegt werden soll, müssen Schlitze in die Wand gestemmt werden oder im Falle von Trockenbauwänden sind Aussparungen für die Leitungen vorzusehen.
  • Es ist auch empfehlenswert einen Lageplan für die Wasserleitungen zu erstellen. Insbesondere wenn Kunststoffleitungen verwendet werden, kann man diese später nicht mehr orten.
  • Die Wasserleitung muss dabei geradlinig und parallel zu Decken und Wänden verlegt werden. Abzweigungen müssen in einer Höhe von 1,1 m vom Boden gesetzt werden. Steigleitungen benötigen am höchsten Punkt eine Entlüftung.



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  • Anhand des Lageplans kann man nun den Materialbedarf ermitteln. D.h. die Länge der benötigten Leitungen wird berechnet. Ebenso muss die Anzahl der Endstücke und Wasserhähne  ermittelt werden. Des weiteren darf man natürlich das Befestigungsmaterial für die Wasserleitungen nicht vergessen.
  • Wenn zum Wasserleitung verlegen Schlitze in die Wand gestemmt werden müssen, so kann man diese Arbeit mit einem kleinen Abbruchhammer oder mit einer Mauernutfräse bewerkstelligen.
  • Warmwasser-Wasserleitungen müssen gegen Wärmeverlust isoliert werden. Des weiteren werden Warmwasserleitungen über den Kaltwasserleitungen geführt, damit die Kaltwasserleitung nicht durch aufsteigende Wärme erwärmt wird.



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  • Wenn man alle Wasserleitungen verlegt hat und alle Wasserhähne angeschlossen sind, muss man die Leitungen noch auf Dichtheit prüfen. Dazu dreht man den Haupthahn auf und kontrolliert die Leitungen auf Dichtheit. Des weiteren sollte man überprüfen, ob bei der Wasserentnahme Vibrationen auftreten. Falls Vibrationen auftreten müssen noch mehr Befestigungsmanschetten angebracht werden. Erst wenn man absolut sicher ist, dass die Wasserleitungen dicht sind, darf man die Mauerschlitze in der Wand verputzen.