Bauanleitung Trockenbauwand

Zurück zu Fassade & Innenwände

Eine Trockenbauwand ist eine echte Alternative zu einer gemauerten Steinwand. Sowohl die Kosten als auch der Zeitaufwand zur Erstellung der Trockenbauwand liegen in der Regel weit unter denen einer gemauerten Steinmauer. Zudem lässt sich eine Trockenbauwand  auch mit relativ wenig handwerklichem Geschick erstellen, was man von einer gemauerten Wand nicht gerade behaupten kann. Es werden auch keine teuren Spezialwerkzeuge benötigt um eine Leichtbauwand aufzubauen.



Anzeige

Auch das viel geringere Gewicht der Trockenbauwand ist gerade bei Dachbodenausbau von Vorteil, da die Tragbalken der obersten Geschoßdecke oft keine all zu großen Gewichte zulassen. Bauanleitung für eine Trockenbauwand: Vor Baubeginn sollt man zuerst das benötigte Werkzeug zusammenstellen.

Anleitung: Trockenbauwand selber bauen

An Werkzeug wird benötigt: Ein Cuttermesser zum  Schneiden der Gipskartonplatten, eine Säge zum Sägen der Holzrahmenprofile; bei Verwendung von Metallprofilen für die Rahmenkonstruktion eine starke Metallschere, Ein Akkuschrauber zum Verschrauben der Profile und Gipskartonplatten, eine Schlagbohrmaschine zum Verschrauben der Rahmenkonstruktion, eine Wasserwaage, ein Meterstab, bei Verwendung von Holzrahmen, ein Fräser zum Ausfräsen der Kabelkanäle und eine 72 mm Lochsäge zum Aussägen der Steckdosen. Als erstes beginnt man mit der Vorbereitung des Untergrundes für die Trockenbauwand. Teppich, Laminat oder Klickparkett müssen an der Stelle an der die Leichtbauwand stehen soll entfernt werden. Dann beginnt man mit dem Aufbau der Rahmenkonstruktion. Man kann sowohl Holz als auch spezielle Trockenbaumetallprofile für die Rahmenkonstruktion verwenden. Alle Rahmenteile die mit Bauteilen des Gebäudes in Berührung kommen müssen mit selbstklebenden Filzsteifen gedämmt werden, um Schallbrücken zu vermeiden und die Schallschutz – Erfordernisse zu gewährleisten.  Zuerst werden die Längsrahmenteile am Boden verschraubt (Achtung wenn eine Fußbodenheizung vorhanden ist dürfen die Rahmenteile nicht am Boden verschraubt werden, da die Gefahr besteht, dass die Heizschleifen angebohrt werden könnten. In diesem Fall müssen die am Boden liegenden Rahmenteile für die Trockenbauwand mit speziellem Kleber verklebt werden.) Dann werden die senkrechten Wand und die waagrechten Deckenprofile angebracht. Bei Verwendung von Einmann – Gipskartonplatten, die die Maße 2600x600mm besitzen, wird nun alle 60 cm ein Längsträger verschraubt.



Anzeige

Nun werden eventuelle Kabeldurchlässe in die Holzträger gefräßt, bei Verwendung von Metallprofilen sind die  Durchlässe häufig schon ausgestanzt. Die Kabel können in Rohrleitungen verlegt werden, damit man bei einem schadhaften Kabel später nicht die ganze Trockenbauwand öffnen muss. Nun werden die Gipskartonplatten nacheinander auf einer Seite der Trockenbauwand mit speziellen Trockenbauschrauben an die Rahmenkonstruktion angeschraubt. Es sollte ca. alle 25 cm eine Schraube eingeschraubt werden. Von der anderen Seite der Leichtbauwand kann man jetzt die Schallschutzisolierung einbringen. Bei der Schallisolierung handelt es sich um spezielle Mineralwollmatten, die in der Regel eine Stärke von 60mm haben. Anschließend wird auch die andere Seite der Trockenbauwand mit Gipskartonplatten verkleidet. Als nächstes werden die Löcher für die Steckdosen mit einer Lochsäge gebohrt. Die Fugen zwischen die einzelnen Gipskartonplatten werden mit einem speziellen Fugenband versehen, um Spannungsrisse zu vermeiden, und dann mit Trockenbauspachtel verspachtelt. Nach dem Aushärten wird die überschüssige Spachtelmasse auf der Trockenbauwand verschliffen.



Anzeige