Dachdämmung Kosten beim Altbau

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Die Energieverluste durch ein ungedämmtes Dach bzw. einen ungedämmten Dachboden sind immens hoch, so dass sich die Kosten für eine Dachdämmung relativ schnell amortisieren. Die Kosten für einen m² Dachdämmung bei einem Altbau liegen je nach verwendetem Dämmmaterial bei ca. 90-130 Euro. Bei der Dachdämmung unterscheidet man zwischen vier Varianten. Die einfachste Möglichkeit das Dach zu dämmen ist die Wärmedämmung der obersten Geschoßdecke.



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Bei dieser Art der Wärmedämmung werden Dämmmatten auf der obersten Geschoßdecke ausgelegt. Die Dämmung kann bei Bedarf begehbar ausgeführt werden. Die Dämmung der obersten Geschoßdecke ist für nicht ausgebaute Dachböden geeignet. Auch die Untersparrendämmung wird häufig bei nicht ausgebauten Dachgeschossen verwendet. Bei dieser Art der Wärmedämmung wird das Dämmmaterial von Innen an den Sparren angebracht. Häufig wird die Untersparrendämmung bei einer unzureichenden Zwischensparren-dämmung als Ergänzung angebracht. Die teuerste Art der Dachdämmung ist die Aufsparrendämmung. Diese Art der Wärmedämmung wird vor allem dann eingesetzt, wenn eine Zwischensparrendämmung aus technischen Gründen nicht möglich ist. Dies ist   z.B. dann der Fall wenn die Sparren zu dünn dimensioniert sind und für eine ausreichende Dämmung und ein Aufdoppeln der Sparren wegen des daraus entstehenden Wohnraumverlustes nicht in Frage kommt. Bei der Aufsparrendämmung muss beim Altbau zuerst das gesamte Dach abgedeckt werden, damit das Dämmmaterial auf den Sparren angebracht werden kann. Diese Art der Dachdämmung kann in der Regel nur von ausgebildenten Fachleuten ausgeführt werden und ist auch für den versierten Heimwerker eher nicht zu empfehlen.  Die Zwischensparrendämmung ist die kostengünstigste Dachdämmung von innen, wenn der Dachboden  ausgebaut werden soll.



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Anleitung zur Dachdämmung mit der Zwischensparrendämmung:

Die Zwischensparrendämmung kann man selbst ausführen. Allerdings sollte man sich vor Beginn der Dämmarbeiten bei einem Fachmann über die erforderliche Dämmmaterialstärke und die Ausführung der Dachdämmung informieren, da jedes Dach seine Eigenheiten besitzt.  Wenn die Sparren frei liegen und das Dach aussen eine Holzschalung, die  mit Dachpappe abgedichtet ist (dichtes Unterdach), besitzt, kann man das Dämmmaterial (meist Klemmfilz) zwischen die Sparren klemmen. Beim Einbringen des Dämmmaterials ist darauf zu achten, dass alle Ecken und Winkel dicht gedämmt werden. Wenn der Klemmfilz überall eingebracht wurde, ist noch eine Dampfsperre bzw. eine Dampfbremse anzubringen. Die Dampfsperre besteht aus einer luftundurchlässigen Folie, die mit Hilfe eines Tackers fixiert werden kann. Nach dem Fixieren der Dampfsperrfolie müssen die einzelnen Folienbahnen mit einem speziellen Klebeband und Klebstoff luftdicht verschweisst werden. Es dürfen in keinem  Fall irgendwo in der Folie Löcher oder Risse sein, da dies schwere Feuchteschäden nach sich ziehen kann. Die einzelnen Folienbahnen sollten mindestens 10 cm überlappen. Nachdem die Dampfsperre luftdicht verlegt wurde, ist die eigentliche Dachdämmung abgeschlossen. Man  kann nun den Unterbau für den Dachbodenausbau auf der Dampfsperre anbringen. Auch bei dieser Tätigkeit ist darauf zu achten dass Die Dampfsperre nirgendwo beschädigt wird.



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Für eventuelle Fehler in der Beschreibung und Anleitung wird keine Haftung übernommen!