Dämmtapete

Zurück zu Bauen & Altbausanierung: Teil 1

Grundsätzlich gilt: Eine Aussendämmung ist einer Innendämmung vorzuziehen. Wenn eine Aussendämmung nicht möglich ist, so kann die Wärmedämmung des Gebäudes bzw. eines Gebäudebereiches mit einer Dämmtapete etwas verbessert werden. Allerdings können in den meisten Fällen mit einer Dämmtapete nicht die gesetzlich vorgeschriebenen Wärmedämmwerte erreicht werden.



Anzeige

Dennoch lassen sich in bestimmten Gebäudebereichen die Wärmedämmwerte mit einer Dämmtapete mit relativ wenig Aufwand verbessern. Gerade in Altbauten finden sich problematische Gebäudebereich wie z.B. Heizkörpernischen, bei denen die Außenwände im Bereich der Heizkörper dünner sind, und dadurch ein relativ großer Wärmeverlust entsteht.

Derartige Heizkörpernischen lassen sich mit einer Dämmtapete dämmen. Allerdings sollte man sich in jedem Fall von einem Fachmann beraten lassen, da die Wärmedämmung mit einer Dämmtapete nicht ganz unproplematisch ist. Bei einer Innendämmung wird der Taupunkt ins Gebäudeinnere gezogen, so dass es bei unsachgemäßer Wärmedämmung zu Feuchteschäden kommen kann. Viele Dämmtapeten sind mit einer Dampfbremse versehen, die Feuchteschäden vermeiden sollen. Allerdings kann es bei unsachgemäßer Verarbeitung der Dämmtapete im Bereich der Fugen und Anschlüsse zu Schimmel – Bildung kommen.



Anzeige

Bei einer Verwendung einer Dämmtapete muss man deshalb im Bereich der Fugen und Anschlüsse besonders sorgfältig arbeiten. In keinem Fall darf man versuchen mit einer Dämmtapete bestehende Feuchteschäden zu beseitigen, da diese Schäden durch die Verwendung einer Dämmtapete meist noch schlimmer werden. Das Anbringen der Dämmtapete ist relativ einfach. Man benötigt zum Verkleben Styroporkleber, der mit einem Ziehspachtel aufgetragen wird. Zuschneiden lässt sich die Dämmtapete mit einem einfachen Teppichmesser.

Eine Dämmtapete anbringen

Zuerst ist die richtige Auswahl des Materials und der Werkzeuge wichtig. Es ist sehr sinnvoll eine Dämmtapete mit Dampfsperre zu verwenden, da diese Feuchteschäden und Schimmel entgegen wirkt. Im Fachhandel werden papierbeschichtete und Alu beschichtete Dämmtapeten angeboten. Man sagt, dass Alu-Dämmtapeten eine bessere Dämmwirkung besitzen, als herkömmliche, da diese die Wärme reflektieren. Die Tapete wird mittels Styroporkleber an der Wand angebracht.

Zum Anbringen der Tapete benötigt man noch geeignetes Werkzeug. Zum Schneiden der Tapete kann man ein herkömmliches Teppichmesser verwenden. Eine Holzlatte sollte man zum Andrücken der Dämmtapete in den Ecken verwenden. Ein Spachtel wird zum Auftragen des Styroporklebers benötigt.

Die Wand wird von Staub und eventuell vorhandenen alten Tapetenresten befreit. Dann wird die Dämmtapete mit dem Teppichmesser exakt zugeschnitten.

Als Nächstes kann man den Styroporkleber mit dem Spachtel auftragen und die Tapete an der Wand fest drücken. Zwischen den Dämmtapetenbahnen dürfen sich keine offenen Fugen befinden, da die an der Tapete angebrachte Dampfsperre ansonsten wirkungslos ist.

Auch die Anschlüsse des Heizkörpers müssen sehr sorgfältig ausgearbeitet werden, damit keine offenen Stellen entstehen, durch die Feuchtigkeit eindringen kann.

Für den Fall, dass eine Alu kaschierte Dämmtapete mit einer anderen herkömmlichen Tapete überklebt werden soll, muss die Aluschicht zuvor mit einem speziellen Haftgrund grundiert werden. Eine mit Papier beschichtete Dämmtapete kann problemlos mit einer herkömmlichen Tapete überklebt werden.

Dämmtapete Preise

Die Preise für eine 0,5 m breite und 10 m lange Dämmtapete sind recht unterschiedlich. Daher ist ein Preisvergleich vor dem Kaufen sehr zu empfehlen. Die Preise liegen zwischen 9-25 Euro für eine 10 m x0,5 m Bahn. In der Regel sind die Preise für Alu kaschierte Dämmtapeten ca. 20-30% höher als für Papier kaschierte. Unkaschierte Dämmtapeten sind am günstigsten. Diese werden im Fachhandel schon zu Preisen ab ca. 6 Euro für eine 10×0,5 m Bahn angeboten.



Anzeige

Alle Angaben ohne Gewähr!