Drehbank Test und Vergleich

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Eine Drehbank gehört sicher zu den Maschinen, die nicht in jeder Heimwerkerwerkstatt zu finden sind. Doch gerade Modellbauer leisten sich eine Drehbank, um damit Metalle und Kunststoff bearbeiten zu können. Früher waren die Preise für eine neue Drehmaschine kaum erschwinglich. Heute werden die meisten für Heimwerker bezahlbaren Drehmaschinen in Fernost hergestellt. Zwar sind die Preise für diese Maschinen in der Regel recht niedrig, allerdings lässt die Qualität oft zu wünschen übrig. Dennoch gibt es auch dort Hersteller, die Drehbänke mit akzeptabler Qualität zu einem günstigen Preis anbieten. Bevor man sich eine Drehbank kauft, sollte man einen genauen Test durchführen. Viele Mängel zeigen sich nämlich schon auf den ersten Blick, ohne dass man mit der Drehmaschine arbeiten braucht. Die folgenden Punkte sollte man bei einem Test einer Drehbank beachten:



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Drehbank Test

  • Eine Drehbank sollte über eine Zugspindel verfügen, die über den Antriebsmotor angetrieben  werden kann. Drehbänke, die über keinen Abtrieb des Schlittens verfügen, sind für die Metallbearbeitung weniger geeignet, da die Oberfläche beim Drehen Riefen bekommen kann. Ein gleichmäßiger Antrieb des Schlittens sorgt für eine gleichmäßige Oberfläche.
  • Des weiteren sollte die Drehmaschine über einen speziellen Zahnradsatz zum Gewindeschneiden verfügen. Beim Gewindeschneiden wird der Schlitten ebenfalls über die Zugspindel angetrieben.
  • Von Vorteil ist es, wenn zum Zubehör der Drehbank eine mitlaufende Körnerspitze gehört. Die meisten Hersteller von billigen Drehmaschinen legen leider nur eine feststehende Körnerspitze bei, die zur Metallbearbeitung eher ungeeignet ist.



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  • Ein sehr wichtiges Kriterium bei einem Drehbank Test ist natürlich die Präzision. In der Regel ist es beim Händler nicht möglich mit der Drehmaschine probeweise zu arbeiten, um festzustellen, ob diese präzise genug ist. Dennoch kann man an einigen Punkten schon sehen, ob die Maschine qualitativ gut verarbeitet ist. Schon bei der Lackierung zeigen sich oft schon erhebliche Mängel. Man sollte deshalb darauf achten, dass alle Schwalbenschwanz und Prismenführungen frei Lach bzw. Lachresten sind. Billige Produkte sind häufig so schlecht Lackiert, dass durch Lackreste in und  auf den Führungsflächen die Präzision erheblich beeinträchtigt ist. Von solchen Produkten sollte man eher Abstand nehmen. Bei einem Test ist darauf zu achten, dass alle Schwalbenschwanzführungen justierbar sind. Insbesondere muss der Reitstock horizontal verstellbar sein, damit man eventuelle Ungenauigkeiten ausgleichen kann. In der Höhe lässt sich der Reitstock bei billigen Drehbänken nicht verstellen, daher sollte man eine Körnerspitze sowohl im Reitstock als auch im Drehfutter einspannen und die beiden Spitzen aufeinander laufen lassen. Wenn auch nur die geringste Höhenabweichung erkennbar ist, so deutet dies auch eine ungenaue Fertigung hin.
  • Als nächstes ist es ratsam die Mechanik der Drehbank einem Test zu unterziehen. Alle Handräder sollten sich leicht und ohne zu haken drehen lassen. Aber Vorsicht bei diesem Test! Einige Händler stellen bei minderwertigen Produkten die Schwalbenschwanzführungen so locker ein, dass sich die Handräder sehr leicht drehen lassen, obwohl die Führungen nicht präzise gefertigt wurden. Deshalb sollte man den Schlitten und den Werkzeughalter auf seitliches Spiel testen. Dazu braucht man nur etwas an den Bauteilen rütteln. Wenn diese dabei locker sind und nachgeben, ist der Schwindel aufgeflogen.



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