Edelstahl Gelkamin: Funktionsweise, Vorteile und Nachteile

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Ein Gelkamin kann eine echte Alternative zu einem Holz – Heizkamin sein. Der Unterschied zwischen einem Holz – Heizkamin und einem Gelkamin besteht in der Art des Brennstoffes. Während der Heizkamin mit Holz beheizt wird, wird der Gelkamin mit einem Heizgel, das meist aus Ethanol besteht, befeuert. Dieses Heizgel macht den Gelkamin ungemein praktisch.



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Es verbrennt ohne Rauch, Qualm und giftige Abgase. D.h. es wird kein Schornstein für die Abgase benötigt, so dass der Gelkamin genehmigungsfrei ist und in jeder Wohnung aufgestellt werden kann. Beim Befeuern entsteht auch keine Brandgefahr durch Funkenflug oder herausfallender heisser Asche, die sehr schnell zu einem Wohnungsbrand führen kann. Ein weiterer Vorteil des Ethanolgelkamins ist der meist sehr günstige Anschaffungspreis. Einfache Modelle sind schon für ca. 200 Euro im Handel erhältlich. Da der Gelkamin keinen Schornstein benötigt ist er auch ideal zum Beheizen eines Wintergartens oder einer Wochenendhütte geeignet. Bei Bedarf kann der Kamin wie ein Möbelstück verschoben werden. So ist es möglich binnen kurzer Zeit den Gelkamin beispielsweise vom Esszimmer in das Wohnzimmer zu transportieren. Vollkommen zu unrecht wird der Gelkamin auch als Dekokamin bezeichnet, denn die Heizleistung dieser Kamine liegt in der Regel zwischen 2-4 Kw, wobei es auch Anbieter gibt, die sehr viel stärkere Modelle im Sortiment haben. Als Zusatzheizung sind Gelkamine allemal zu gebrauchen, so dass sie neben einer Dekofunktion durchaus auch zum Heizen taugen. Wird der Kamin mit hochwertigem Brenngel befeuert, so erscheint die Flamme in einem gelb-rot, die der eines Holzkamins täuschend ähnlich ist.



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Für die Brennstelle des Gelkamins sind Holzscheite, die aus Keramik gefertigt sind, erhältlich, so dass nicht nur die Flamme sondern auch das Brennmaterial dem eines Holzkamins gleicht. Ein Nachteil des Gelkamin ist, dass das gemütliche Knistern des Feuers fehlt. Dafür entfällt beim Gelkamin das lästige und schmutzige Säubern der Brennstelle, da keine Asche bei der Verbrennung des Gels anfällt. Diese Art von Kaminen wird in zahlreichen Designvarianten angeboten. Sehr häufig werden Gelkamine aus Edelstahl gefertigt. Edelstahl ist pflegeleicht, rostet nicht und sieht zudem gut aus.

Funktionsweise eines Gelkamins:

An Statt einer Holzfeuerstelle besitzt der Gelkamin eine Branddose, die meist aus Edelstahl gefertigt ist. In diese Branddose wird das Gel eingefüllt und dann mit einem Kaminfeuerzeug angezündet. Wenn man den Kamin vor dem Abbrennen des Brenngels löschen will,  genügt es, einen Deckel auf die Branddose zu legen. Das Feuer erlischt dann sofort. Im Gegensatz zum Holzkamin, den man nicht so einfach löschen kann, ist es möglich auf diese Weise Brennstoff zu sparen.

Vorteile und Nachteile des Gelkamins:

Vorteile:

  • Bei der Verbrennung entstehen keine Abgase.
  • Es wird zum Betrieb kein Schornstein benötigt.
  • Die Anschaffungskosten sind relativ gering.
  • Der Gelkamin lässt sich leicht löschen.
  • Er kann leicht verschoben werden.



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Nachteile:

  • Die Heizleistung der meisten Gelkamine ist geringer als die von Holzkaminen.
  • Das gemütliche Knistern des Feuers fehlt.