Ein Holzbett selber bauen – Tipps, Ideen und Kosten

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Holzbett selber bauen

Wenn man sich ein Bett selber bauen will, dann ist Holz das Baumaterial der Wahl. Holz läßt sich relativ einfach bearbeiten und die Kosten halten sich auch in Grenzen. Die Werkzeuge für den Selbstbau eines Holzbettes sind in nahezu jeder Heimwerker-Werkstatt zu finden. Das zum Bau erforderliche Holz kann man im Baumarkt oder auch von einem Sägewerk kaufen. Trotz all dieser Vorteile gibt es einige Dinge, die man bei der Verarbeitung von Holz beachten sollte.



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Die Auswahl des Holzes zum Bau des Bettes

Zum Bau eines Holzbettes stehen dem Heimwerker die unterschiedlichsten Holzwerkstoffe zur Verfügung. Man kann ein Bett aus Massivholz, aus Sperrholz, aus Spanplatten oder auch aus MDF-Platten bauen. Jeder Holzwerkstoff hat seine Vorteile und Nachteile.

Der Vorteil von Spanplatten und MDF-Platten ist zweifellos der günstige Preis. Wer ein Holzbett mit möglichst geringen Kosten herstellen will, der sollte auf diese Holzwerkstoffe zurückgreifen. Die Kosten für ein Bettgestell, dass aus MDF- oder Spanplatten gefertigt ist, liegen je nach Ausführung zwischen 50-100 Euro. Der Nachteil von MDF- bzw. Spanplatten ist das relativ hohe Gewicht. Zudem neigen die Platten an den Verbindungsstellen zum ausbrechen. Insbesondere wenn das Bett häufig abgebaut und wieder aufgestellt werden muss, kommt es zu Schäden an den Verbindungen der Bauteile.

Sperrholz hat den Vorteil, dass es sehr verwindungsteif und Formstabil ist. Allerdings sind die Kosten für ein Bett aus Sperrholz relativ hoch.

Massivholz eignet sich sehr gut zum Bau eines Bettes. Massivholz besitzt eine hohe Festigkeit und läßt sich sehr gut bearbeiten. Die Verbindungen der Bauteile können geschraubt und  geleimt werden, wobei diese sehr belastbar sind. Die Kosten für ein selbst gebautes Holzbett aus Massivholz sind von der Art und der Stärke des Holzes abhängig. Am günstigsten ist ein Bettgestell aus Fichten oder Kiefernholz. Edelhölzer wie Eiche, Nussbaum oder Ahorn sind entsprechend teuer. Wenn man vor hat ein Holzbett aus Eiche oder ähnlichem zu bauen, so sollte man mit Kosten von mehreren hundert Euro rechnen.



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Tipps zum Selbstbau eines Holzbettes

  1. Ein Bett benötigt eine größere Stabilität wie die meisten anderen Möbelstücke. Deshalb muss das verwendete Holz ausreichend stark dimensioniert werden. Desweiteren sollte man die einzelnen Bauteile besonders sorgfältig miteinander verbinden. Bauteile aus Massivholz können mit Holzdübeln und Holzleim miteinander verbunden werden. Wenn man sich für Spanplatten zum Bau des Bettes entschieden hat, so kann man die Bauteile ebenfalls mit Holzleim und Holzdübeln miteinander verbinden. Es ist allerdings ratsam die Dübel tiefer in die Spanplatten einzulassen, damit das Material nicht ausbricht. Herkömmliche Schrauben sollte man nicht zum Verbinden der Bauteile verwenden. Anstatt dessen ist es Empfehlenswert, spezielle Möbel- Spanplattenschrauben einzusetzen, die der Verbindung eine wesentlich größere Festigkeit verleihen.
  2. Es ist ratsam, den Lattenrost für des Holzbett nicht selber zu bauen, da dieser speziell dimensioniert sein muss, damit der erforderliche Federungskomfort gegeben ist. Zudem ist auch spezielles Holz zur Fertigung eines Lattenrostes notwendig.
  3. Die Oberfläche des Holzbettes sollte vor Schmutz durch einen Lack, eine Lasur oder Holzöl geschützt werden. Wenn zum Bau des Bettes Massivholz verwendet wird, so sollte man die Holzmaserung sichtbar lassen. D.h. man streicht das Bett mit einem Klarlack, einer Lasur oder mit Holzöl. Falls man dass Massivholzbett dennoch farbig streichen will, so sollte man einen Vorlack verwenden, um zu verhindern, dass im Holz enthaltene Harze durch die Lackierung durchschlagen. Vor dem streichen ist es ratsam, das Holz mit Schleifpapier schrittweise mit der Körnung 150, 240 und 280  zu schleifen.



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