Eine Decke abhängen mit Gipskarton: Anleitung und Material

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Decke abhängen Material

Das Abhängen einer Decke sollte man sorgfältig planen. Zum Abhängen einer Zimmerdecke stehen unterschiedliche Methoden bzw. Systeme zur Verfügung. Auch die Auswahl des Materials sollte gut überlegt werden, da die Kosten durch das verwendete Baumaterial erheblich beeinflusst werden. Im Folgenden werden Systeme und verschiedene Materialien mit ihren Vorteilen und Nachteilen  vorgestellt. 

 



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Vorteile und Nachteile verschiedener Materialien zum Abhängen einer Decke

Die Beplankung einer abgehängten Zimmerdecke kann mit Holz oder mit Gipskarton erfolgen. Im Prinzip ist es Geschmackssache, ob man die Decke mit Gipskarton oder mit Holz beplankt. Allerdings  hat Gipskarton den Vorteil, dass es einen wesentlich besseren Brandschutz bietet, als eine Holzdecke Zudem liegen die Kosten für eine Holzbeplankung ca. 3-4 mal so hoch, als die für eine Gipskartondecke. Für eine Holzbeplankung sollte man mit Kosten von 11-14 Euro pro m² für das Material kalkulieren. Die Kosten für einen Quadratmeter Gipskarton mit einer Stärke von 12,5 mm liegen bei 2,7-3,5 Euro.

Unterkonstruktion für eine abgehängte Decke

Auch den Unterbau für die abgehängte Decke sollte man genau planen. Man kann die Unterkonstruktion aus Holzlatten oder auch aus Aluprofilen herstellen. Auch eine Kombination beider Materialien ist möglich. So kann man beispielsweise die Holzlatten an Aluabhängern befestigen. Eine Holzkonstruktion hat den Vorteil, dass man diese sehr kostengünstig fertigen kann. Allerdings ist der Arbeitsaufwand bei einer reinen Holzkonstruktion wesentlich höher, als bei einer Alukonstruktion. Die Holzlatten müssen miteinander verschraubt werden, wobei zusätzliche waagrechte Latten an der Decke befestigt werden müssen. An diesen waagrechten Latten werden dann  vertikale Holzlatten befestigt. (Siehe Bauanleitung)

Decke abhängen mit einer Holzkonstruktion

Eine Holzkonstruktion hat zudem den Nachteil, dass diese keinen ausreichenden Brandschutz  gewährleistet. Insbesondere wenn elektrische Leitungen in der Unterkonstruktion verlegt sind, dann es bei einem Kurzschluss zu einem gefährlichen Schwelbrand kommen.



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Eine Decke mit Trockenbauprofilen abhängen

Eine Unterkonstruktion aus Alu mit Abhängern und U-Profilen ist etwas teurer, als eine Holzkonstruktion. Allerdings geht die Montage einer Alu- Konstruktion zügiger voran, als bei einer Holzkonstruktion. Die Direktabhänger werden mit Schrauben und Dübeln an der Decke befestigt. An diesen kann man dann die U-Profile in der gewünschten Höhe  fest schrauben. Das überstehende Material bei den Abhängern kann dann einfach umgebogen werden. D.h. Die Abhänger müssen nicht zugesägt werden, was eine zusätzliche Zeitersparnis bringt. Wenn die Abhänger mit Metalldübeln befestigt werden, so bietet eine derart abgehängte Decke einen wesentlich besseren Bandschutz als eine Holzkonstruktion.

Man kann eine Decke auch mit Direktabhängern und Holzlatten abhängen. Eine derartige Konstruktion hat den Vorteil, dass diese recht kostengünstig ist und sich zudem recht einfach und schnell realisieren läßt. Die Holzlatten müssen nur auf die entsprechende Länge zugesägt werden. Dann kann man diese genauso wie die Aluprofile an den Abhängern befestigen. Der einzige Nachteil einer abgehängten Decke mit einer kombinierten Konstruktion ist, dass diese keinen guten Brandschutz gewährleistet, da die Holzlatten im Brandfall Feuer fangen können. Die Bauanleitung unten zeigt, wie die Konstruktion für eine derart abgehängte Decke aussieht.

Decke abhängen mit Abhängern und Holzlatten

An der oben vorgestellten Holz- Unterkonstruktion können dann Gipskartonplatten mit Trockenbauschrauben befestigt werden. Alternativ kann man an der Konstruktion auch Nut und Federnbretter mit speziellen Montageschellen und Nägeln befestigen.



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