Entwässerung des Grundstücks

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Die Entwässerung des Grundstücks sollte gut geplant werden, um Feuchtigkeitsschäden am Gebäude zu vermeiden. Die meisten Grundstücke bestehen aus verschiedenen Flächen, die unterschiedlich genutzt werden und somit auch eine dafür geeignete Entwässerung geplant werden muss. Nicht versiegelte Flächen wie z.B. Wiese braucht in der Regel nicht entwässert werden.



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Bei besonders schweren Böden kann es aber sein, dass sich auf der Oberfläche Staunässe bildet. In so einem Fall kann das Verlegen einer Drainage sinnvoll sein. Dazu wird ein Drainagerohr in einem Splittbett mit ca. 2% Gefälle verlegt. Das Ende des Drainagerohres kann dann entweder in einem Sickerschacht oder in einem Regenwassersammeltank münden. Für den Fall, dass eine auf dem Grundstück gepflasterte Fläche entwässert werden soll, kann man entweder eine Linienentwässerung  oder eine Punktentwässerung installieren.

Entwässerung Grundstück

Bei einer Linienentwässerung werden Entwässerungsrinnen im Boden verlegt, die oben mit dem Pflasterbelag bündig abschließen und mit einem befahrbaren Gitter abgedeckt sind. Bei einer Punktentwässerung muss der Plattenbelag ein Gefälle in Richtung Ablaufschacht besitzen, wobei sich der Ablauf in der Mitte des Plattenbelags befinden sollte.



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Sowohl die Rinnen der Linienentwässerung als auch der Ablaufschacht der Punktentwässerung können in einen Sickerschacht oder einem Regenauffangbehälter münden. Nicht nur die Flächen auf einem Grundstück müssen fachgerecht entwässert werden, auch das Gebäude muss am Entwässerungssystem angeschlossen sein. Die Dachflächen werden über die Regenrinnen bzw. die Fallrohre entwässert, die auf dem Grundstück in einen Sickerschacht oder auch in einer Regenwasserzisterne einmünden können. Das Abwasser, dass im Gebäude entsteht, wird in der Regel in der Kanalisation entwässert. Wenn im Gebäude im Keller ein WC oder ein Wasserabfluss installiert ist, kann es erforderlich sein, einen geeigneten Schutz gegen einen Rückstau einzubauen. Ein Wasserrückstau durch die Kanalisation kann sehr teure Feuchtigkeitsschäden zur Folge haben. Ein Rückstau lässt sich mit einer Doppelrückstauklappe oder einer Abwasserhebeanlage verhindern. Die Rückstauklappe arbeitet mechanisch oder mit einem Servomotor, der die Klappen schließt, wenn die Kanalisation überlastet ist. Eine Abwasserhebeanlage besitzt eine Elektropumpe, die das Abwasser auch bei einem entsprechenden Gegendruck, der bei einem Rückstau entsteht, in die Kanalisation pumpt.



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Hinweis: Wenn ein Grundstück entwässert werden soll, so muss die Entwässerung so geplant werden, dass Dritte durch das Wasser nicht geschädigt oder benachteiligt werden. D.h. die Entwässerung des Grundstücks darf nicht auf dem Grundstück des Nachbarn oder auf öffentlichen Flächen erfolgen.