Fassadendämmstoffe im Vergleich

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Hat man sich zur Dämmung der Fassade entschieden, so sollte man sich Gedanken über die Art der Wärmedämmung und vor allem den zu verwendenden Dämmstoff machen. Im Fachhandel werden die unterschiedlichsten Fassaden-dämmstoffe angeboten, so dass es für den Laien sehr schwer ist, den passenden Dämmstoff auszuwählen. Im Folgenden werden unterschiedliche Fassadendämmstoffe und ihre Anwendungsgebiete beschrieben. Man kann die Fassade von außen, von innen oder durch eine Kerndämmung wärmedämmen. Nicht alle Fassadendämmstoffe sind gleichermaßen für die verschiedenen Dämmmöglichkeiten geeignet. Man unterscheidet anorganische Dämmstoffe, wie z.B. Mineralwolle, Glaswolle oder Perlite von organische Dämmstoffe wie Kork, Flachs, Schafswolle.



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Aber auch synthetische Dämmstoffe wie Kunstharzverbindungen und Hartschäume werden zur Fassadendämmung verwendet. Synthetische Dämmstoffe wie z.B. Polystyrol, das im Fachhandel häufig als ESP-Platten angeboten wird ist zwar sehr günstig und besitzt gute Wärmedämmeigenschaften, hat aber den Nachteil, dass es kein Wasser aufnehmen kann. Wird Polystyrol zur Wärmedämmung von durchfeuchteten Mauerwerk oder Mauerwerk mit erhöhter Restfeuchte verwendet, so kann es zur Schimmelbildung kommen. Noch bessere Dämmwerte besitzen sogenannte Vakuum- isolationspaneelen die absolut Luftdicht sind. Auf Grund der hervorragenden Wärmedämmeigenschaften der Vakuumisolations- paneelen muss die Dämmschicht nur ca. ein zehntel so dick sein, wie bei herkömmlichen Dämmstoffen. Allerdings können die Vakuumisolationspaneelen kein Wasser aufnehmen und sind deshalb bei Mauerwerk mit hoher Restfeuchte oder durchfeuchtetem Mauerwerk ungeeignet.



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Im Punkt Feuchtigkeitsregulierung sind organische Fassadendämmstoffe mineralischen oder synthetischen Dämmstoffen weit überlegen und schaffen dadurch ein besseres Raumklima. Leider sind organische Fassadendämmstoffe meist auch teuerer als anorganische oder synthetische Dämmstoffe. Diffusionsoffene organische Dämmstoffe können bis zu 20% ihres Eigengewichtes an Wasser speichern und bei Bedarf wieder abgeben, so dass ein gesundes ausgewogenes Raumklima entsteht. Unter den organsichen Naturdämmstoffen besitzt Flachs die besten Wärmedämmeigenschaften. Flachs ist resistent gegen Schädlingsbefall, so dass es nicht notwendig ist, diesem Fassadendämmstoff chemische Zusätze beizumischen. Im Fachhandel wird Flachs in Form von  Dämmmatten angeboten. Durch die leichte Verarbeitung, die ohne spezielle Maschinen möglich ist, hat Flachs als Dämmstoff viele Freunde unter den Heimwerkern gefunden. Flachs wird als Fassadendämmstoff, zur Dachdämmung (Zwischensparrendämmung) und zur Bodendämmung verwendet. Auch Holz wird gern als Fassadendämmstoff verwendet. Meist werden Holzweichfaserplatten als Wärmeverbund- system angeboten. Auch als Dachdämmung wird Holz zur Zwischensparrendämmung oder zur Aufdachdämmung verwendet. Schafwolle hat als als Dämmstoff ganz besondere Eigenschaften. Neben der sehr guten Feuchtigkeitsregulierung ist Schafwolle in der Lage Schadstoffe aus der Luft zu filtern. Allerdings benötigt dieser Dämmstoff einen Mottenschutz, da Wollprodukte für diese Schädlinge besonders anfällig sind. Fassadendämmstoffe aus Schafwolle werden in Rollenform angeboten und können auch zur Dachdämmung verwendet werden.

Fassadendämmstoffe: Kosten Preise

Die Preise für Fassadendämmstoffe hängen vom verwendeten Dämmmaterial und der Stärke des Dämmstoffes ab. Naturdämmstoffe sind meist teurer als synthetische Dämmstoffe, besitzen aber bessere feuchtigkeitsregulierende Eigenschaften.



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