Garagenboden streichen

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Der Garagenboden ist einer wesentlich höheren Belastung ausgesetzt, wie ein herkömmlicher Boden in einem Wohnraum. Diesen Umstand sollte man berücksichtigen, wenn man den Garagenboden streichen will. Zum einen wird der Boden durch das Gewicht des Fahrzeugs und zum anderen durch den Abrieb durch die Bereifung belastet. Dazu kommen noch die in den Reifen enthaltenen Chemikalien bzw. Weichmacher, die den Bodenbelag zusätzlich angreifen. Im Winter führen die niedrigen Temperaturen in Kombination mit Streusalz, dass am Unterboden des Fahrzeugs haftet und abfällt, zu einer zusätzlichen Belastung des Garagenbodens. Die Auswahl einer geeigneten Farbe ist deshalb sehr wichtig. Im Folgenden wird eine Anleitung zum Streichen des Bodens in der Garage gegeben.



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Anleitung: Den Garagenboden mit Farbe streichen

Bevor man den Boden streichen kann, sollte man das dazu notwendige Material zusammenstellen. Als erstes gilt es eine geeignete Farbe auszuwählen. Eine herkömmliche Bodenfarbe, die für Böden im Wohnbereich verwendet werden kann, ist für einen Garagenboden in der Regel vollkommen ungeeignet. Derartige Farben halten den großen Belastungen, die auf den Garagenboden einwirken, nicht Stand und blättern ab oder werden rissig. Für den Boden in der Garage sollte man deshalb eine Farbe wählen, die dafür vorgesehen ist. Im Fachhandel werden dazu meistens Farben auf 2 Komponentenbasis angeboten, die extreme Belastungen aushalten. Neben der Farbe benötigt man noch eine Farbwalze mit Verlängertem Haltegriff, einen Pinsel zum Streichen des Sockels, ein Abklebeband, einen Besen, einen Staubsauger und eventuell einen Hochdruckreiniger.

Vor dem Streichen muss der Garagenboden zuerst gründlich gereinigt werden. Dazu eignet sich ein Hochdruckreiniger am besten. Mit diesem können auch lose Estrich bzw. Betonstücke leicht entfernt werden. Wichtig bei der Reinigung des Garagenbodens ist, dass eventuelle Fett oder Ölrückstände auf dem Estrich vollkommen beseitigt werden, da die Farbe ansonsten nicht haftet und sich nach kurzer Zeit wieder löst. Nach dem Trocknen des Estrichs säubert man diesen nochmals mit dem Besen oder einem Staubsauger.



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Falls sich nach dem Reinigen Abplatzungen am Estrich zeigen, so ist es ratsam, diese mit Betonspachtel zu spachteln bevor man mit dem Streichen beginnt. Nach dem Trocknen der Spachtelmasse klebt man dann den Sockel in der Höhe, wie dieser gestrichen werden soll mit Klebeband ab. Nach diesen Vorarbeiten kann man mit dem Garagenboden Streichen beginnen. Dazu rührt man die 2 Komponenten – Farbe nach Herstellerangabe an. Das Streichen sollte zügig gehen, da viele Farben schon nach relativ kurzer Zeit fest werden.

Zuerst streicht man den Sockel mit einem Pinsel. Beim ersten Anstrich kann es je nach Art der Farbe sinnvoll sein, wenn man diese verdünnt aufträgt. Das Auftragen der Farbe auf den Estrich erfolgt mit einer Farbrolle. In der Regel sind mehrere Anstriche notwendig, bis eine ausreichende Schichtstärke erreicht ist. In jedem Fall sind die Herstellerangaben beim Streichen zu beachten. Nach jedem Anstrich muss man warten, bis dieser getrocknet ist. Bei einigen Farben ist es erforderlich, dass nach dem Streichen des Bodens eine Versiegelung aufgetragen werden muss. Hinweis: In jedem Fall sollte man beim Garagenboden Streichen die Herstellerangaben genau beachten. Insbesondere die Sicherheitshinweise beim Verarbeiten der Farbe sind genau zu befolgen, da die meisten Farben sehr giftig sind.



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Deshalb darf man diese nur bei sehr guter Belüftung streichen. Die Preise für Garagenboden Farbe liegen je nach Hersteller und Art der Farbe zwischen 5-12 Euro pro Liter. D.h. Die Reichweite der Farben liegt pro Liter ca. zwischen 3-5 m² und ist abhängig von der Saugfähigkeit des Bodens. Bei einigen Garagenboden Farben muss vor dem Streichen noch eine Grundierung aufgetragen werden , die zusätzliche Kosten verursacht.