Hagelschaden Kosten richtig kalkulieren

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Nach jedem größeren Unwetter mit Hagelnieder- schlag sind hunderte oder gar tausende von Fahrzeugen von einem Hagelschaden betroffen. Für den Fahrzeugbesitzer stellt sich zuerst die Frage wie hoch die Kosten für die Reparatur des Hagelschadens sind und wer die Kosten dafür übernimmt. Denn die Hagelschaden Kosten machen je nach Umfang des Schadens häufig einige Tausend Euro aus.



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Die Kosten für einen Hagelschaden sollte man richtig kalkulieren, da diese sehr oft den Restwert eines Fahrzeuges übersteigen kann, so dass eine Reparatur nicht mehr sinnvoll ist. Wenn man eine Teilkasko Versicherung oder eine Vollkaskoversicherung abgeschlossen hat, so übernimmt diese die Hagelschaden Kosten, bis auf die eventuelle vereinbarte Selbstbeteiligung.

Hagelschaden Kosten: Vorteile und Nachteile verschiedener Reparaturmethoden

Für den Fall, dass nur eine Haftpflichtversicherung für das Fahrzeug besteht, muss man die Kosten selber tragen. Zur Reparatur eines Hagelschadens stehen heute unterschiedliche Methoden zur Verfügung. Früher wurden alle durch Hagel entstandenen Beulen gespachtelt und dann wurden die beschädigten Fahrzeugteile neu lackiert. Dazu müssen zuerst alle Bauteile wie Stoßstangen, Zierleisten, Scheinwerfer und Blinker etc. demontiert werden. Dann wird die gesamte Blechfläche verschliffen, verspachtelt und dann lackiert.



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Die Kosten für eine derartige Reparatur  eines Hagelschaden sind sehr hoch, so dass  eine Reparatur nur rentabel ist, wenn der Restwert des Fahrzeuges über den Reparaturkosten liegt, die mehrere tausend Euro ausmachen können. Auch die Reparaturzeit dieser Methode ist mit bis zu 7 Tagen relativ lang. Durch die Verwendung von Spachtelmasse ergibt sich eine höhere Schichtdicke, was den Fahrzeugwert bei einem Verkauf mindert. Auch die Kosten durch die Wertminderung solle man bei der Kalkulation nicht vernachlässigen.        Eine weitere Methode einen Hagelschaden zu reparieren ist das teilweise Ausbeulen und erneuern einzelner Bauteile. Bei dieser Methode werden Bauteile wie z.B. Kotflügel, bei denen sich eine Reparatur aus Kostengründen nicht lohnt ausgetauscht. Feste Fahrzeugteile wie z.B. das Dach werden so ausgebeult, dass keine Spachtelmasse verwendet werden muss. Es reicht das Spritzen von Füller und Autolack. Diese Reparaturmethode wird vor allem bei sehr stark vom Hagel beschädigten Fahrzeugen eingesetzt. Die Reparaturzeit beträgt ungefähr 5 Tage. Die Kosten für eine Reparatur eines Hagelschadens sind hier zwar auch noch recht hoch, so dass auch diese Methode nur bei Fahrzeugen mit entsprechendem Restwert zu empfehlen ist.



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Seit einigen Jahren wird bei leichten bist mittleren Hagelschäden eine neue Methode angewendet, bei der weder eine neue Lackierung noch ein Spachteln der Dellen notwendig ist. Bei dieser Methode werden die Dellen mit Hilfe von speziellen Ausbeulwerkzeugen schonend beseitigt. Das Fahrzeug muss dabei nur soweit zerlegt werden,  dass man an die Dellen von innen herankommt. Diese Reparaturmethode wird auch von den meisten Versicherungen vorgeschrieben, weil die Hagelschaden Kosten bei kleinen bis mittleren Schäden deutlich geringer sind, als die Kosten der beiden oben beschriebenen Methoden.