Hauskauf Nebenkosten

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Wer ein Haus oder ein Wohnung kauft, sollte unbedingt beachten, dass zum Kaufpreis noch eine ganze Reihe von Hauskauf Nebenkosten dazukommen, die oft erheblich sind. Schon bei der Baufinanzierung sollte man daran denken, die Nebenkosten in die Finanzierung einzuberechnen. Die neben dem Kaufpreis anfallenden Kosten können je nach Immobilienobjekt weit über 14% liegen. Die einzelnen Kosten setzen sich aus folgenden Positionen zusammen:

Maklerkosten

Die Maklerkosten fallen dann an, wenn ein Haus, eine Wohnung oder ein Grundstück mit Hilfe eines Maklers verkauft wird. Die Makler Courtage ist in Deutschland nicht einheitlich geregelt. Die einzelnen Maklerverbände geben ihren Mitgliedern nur unverbindliche Empfehlungen. Die Makler müssen sich nicht unbedingt an diese Empfehlungen halten.



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Hauskauf Nebenkosten

Die von den Verbänden herausgegebenen Richtlinien sind auch von Bundesland zu Bundesland verschieden.  Die Maklerkosten schwanken zwischen 3-6% des Kaufpreises. Insbesondere bei sehr günstigen Immobilien können die Maklerprovisionen wesentlich höher sein, da der Makler bei einem zu geringen Kaufpreis seine Kosten nicht decken kann. Bei sehr teuren Immobilien sind die Provisionen hingegen oft niedriger. In der Regel zahlt der Käufer die Maklerprovision. Allerdings ist diese Regelung häufig verhandelbar. Oft teilen sich Käufer und Verkäufer die Maklerkosten zu gleichen Teilen. In jedem Fall sollte man sich vor dem Kauf der Immobilie die Höhe der Maklerprovision schriftlich bestätigen lassen, da es leider immer wieder zu gerichtlichen Auseinandersetzungen wegen diesen Nebenkosten kommt. Auch wenn das Haus oder die Wohnung nicht direkt von einem Makler vermittelt wird, kann eine Maklerprovision fällig werden, wenn der Makler sich vertraglich ein alleiniges Verkaufsrecht gesichert hat. Deshalb sollte man sich beim Verkäufer erkundigen und sich gegebenenfalls auch schriftlich bestätigen lassen, dass kein Makler am Verkauf der Immobilie beteiligt ist, da es ansonsten zu bösen Überraschungen kommen kann.



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Grundbucheintragung

In Deutschland wird man erst mit der Grundbucheintragung rechtmäßiger Besitzer eines Hauses, einer Wohnung oder eines Grundstücks. Die Kosten der Grundbucheintragung belaufen sich ungefähr bei 0,5% der Verkaufspreises. Das Grundbuch enthält neben dem Eigentumsnachweis auch Informationen über Hypotheken, Beurkundungen und Grundschulden. Auch eventuelle Grunddienstbarkeiten sind im Grundbuch aufgeführt. Deshalb sollte man sich vor dem Kauf der Immobilie immer einen aktuellen Grundbuchauszug zeigen lassen und vor allem von einem Notar erklären lassen. Im Grundbuch können zusätzliche Verpflichtungen und  Rechte des Eigentümers enthalten sein, die beim Kauf der Immobilie abgeklärt werden sollten.  Für das Grundbuch sind die Grundbuchämter zuständig. Die Eintragung der neuen Eigentumsverhältnisse in das Grundbuch wird von einem Notar vorgenommen.

Notarkosten

In Deutschland ist für den Kauf einer Immobilie eine von einem Notar beglaubigte Urkunde zwingend vorgeschrieben. Diese Urkunde (Kaufvertrag) wird von einem Notar ausgestellt, wobei Käufer und Verkäufer den Kaufvertrag unterzeichnen, nachdem diese Verlesen wurde und Käufer und Verkäufer über ihre Rechte und Pflichten aufgeklärt wurden. Die Kosten für die Beurkundung des Kaufvertrages liegen in der Regel zwischen 1-1,5% der Kaufsumme. Normalerweise zahlt der Käufer diese Hauskauf Nebenkosten. Allerdings können zwischen Käufer und Verkäufer auch andere Vereinbarungen getroffen werden.

Grunderwerbssteuer

Natürlich möchte auch der Staat am Hauskauf mitverdienen. Deshalb gibt es die Grunderwerbssteuer. Die Kosten für die Grunderwerbssteuer liegen bei 3,5% des Kaufpreises. Diese Steuer wird beim Hauskauf, beim Wohnungskauf oder beim Kauf eines Grundstücks fällig. Da sich die Grunderwerbssteuer auf Immobilien bezieht, sollte man bei Kauf darauf achten, dass teure Einrichtungsgegenstände, Einbauküchen oder eventuell Möbel, die mit dem Kauf mit übernommen werden, gegebenenfalls vom Kaufpreis abgezogen werden. Im Zweifelsfall sollte man sich bei einem Anwalt  oder einem Notar über diese mögliche Kaufpreisminderung informieren.

Nebenkosten der Hauskauf – Finanzierung

Die meisten Käufer können den Hauskauf nicht zu 100% mit eigenen Mitteln finanzieren. D.h es muss eine Hypothek aufgenommen werden. Durch diese Hypothek fallen Hauskauf Nebenkosten an. Für die Eintragung einer Grundschuld in das Grundbuch fallen Gebühren an, die je nach Höhe der Grundschuld erheblich sein können. Für die Eintragung einer Grundschuld von 100000 Euro entfallen je nach Aufwand ca. 550-600 Euro an Gebühren an. Oft verlangen die Gläubiger (Banken) ein Wertgutachten über die Immobilie, bevor diese beliehen wird oder erheben Wertermittlungs- gebühren.                                                             

Die Wertermittlungsgebühren liegen bei ca. 0,4 % des Kaufpreises können aber auch darüber oder darunter liegen. Wenn ein Darlehn nicht im vereinbarten Zeitraum abgerufen wird, verlangen die Banken häufig Bereitstellungsgebühren. Es ist also sinnvoll, einen Zeitplan für den Hauskauf und die anfallenden Kosten zu erstellen, damit man sich zumindest die Bereitstellungsgebühren sparen kann.



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Laufende Hauskauf Nebenkosten

Neben den einmaligen Nebenkosten entstehen beim Hauskauf auch laufende Kosten die man nicht außer Acht lassen sollte. So muss die Grundsteuer, die von den Kommunen und Gemeinden erhoben wird bezahlt werden. Die  Höhe der Grundsteuer hängt vom Hebesatz der jeweiligen Gemeinde bzw. Kommune ab und wird aus der Beschaffenheit und dem Wert des Grundstücks berechnet. Auch die Kosten der Gebäudebrandversicherung sollte man bei der Kostenkalkulation nicht vergessen. Die Höhe der Gebäudebrandversicherung wird von der Versicherung meistens individuell festgelegt.

Alle Angaben ohne Gewähr!