Holzschindeln verlegen Bilder Fotos

Zurück zu Basteln & Bauen: Teil 3


Eine Dacheindeckung oder Wandverkleidung mit Holzschindeln sieht sehr edel aus und hebt sich von anderen Materialien stark ab. Lange Zeit in Vergessenheit geraten kommt diese Art der Dacheindeckung bzw. Fassadenverkleidung wieder in Mode. Das Verlegen der Holzschindeln ist nicht ganz einfach und erfordert sehr viel Erfahrung, da die Schindeln in der  Regel unterschiedliche Breiten und Stärken aufweisen, so dass jede Holzschindel einzeln eingepasst werden muss.



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Ein gutes Augenmaß ist daher beim Verlegen unerlässlich. Bevor man mit dem Verlegen der Holzschindeln beginnen kann, muss man zuerst geeignete Schindeln aussuchen. Werden die Schindeln zur Wandverkleidung verwendet, so reicht eine 2-fach Deckung aus. Soll ein Dach mit Schindeln gedeckt werden, so kommt man um eine 3-fach Deckung nicht herum, damit das Dach später dicht ist.

Holzschindeln verlegen Schindeln Schindeldach

Holzschindeln verlegen

Holzschindeln verlegen Anleitung Bilder

Auch die Holzsorte ist beim Verlegen von Holzschindeln sehr wichtig. Fassaden können durchaus mit Fichtenschindeln verkleidet werden, während Fichtenholz für Dächer wegen der geringen Haltbarkeit eher ungeeignet sind. Für die Dachdeckung sollten daher Lärchenschindeln oder Zedernholzschindeln verwendet werden. Auch die Herstellungsart der Schindeln ist bei der Auswahl zu beachten. Gesägte Schindeln sind wegen der geringeren Haltbarkeit eher für Fassadenverkleidungen geeignet. Für die Dacheindeckung sind handgespaltene Holzschindeln wegen der längeren Haltbarkeit zu empfehlen. Die folgende Anleitung zum Verlegen von Holzschindeln zeigt die Vorgehensweise nur schemenhaft auf. Unerfahrene Heimwerker sollten daher das Verlegen der Schindeln einer Fachfirma überlassen.



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Holzschindeln verlegen Anleitung

 

Holzschindeln verlegen Traufe Holzdachrinne

Holzschindeln verlegen Traufe mit Holzdachrinne

  • Vor dem eigentlichen Verlegen der Holzschindeln muss zuerst ein dichtes Unterdach erstellt werden. Dazu wird die Dachfläche mit Holzbrettern beplankt, die an der Firstseite einen Überstand von ca. 25 cm besitzen sollten. Dann werden Dachpappbahnen horizontal mit einer Überlappung von 30-50 cm ausgelegt, wobei man von unten her mit der Arbeit beginnt.
  • Damit die Schindeln nicht faulen, ist es wichtig eine ausreichende Hinterlüftung zu schaffen. Dazu wird zuerst eine Längslattung angebracht, auf der dann eine Querlattung befestigt wird. Bei einer Dreifachdeckung mit 40 cm langen Schindeln, sollte der Abstand der Querlattung von Mitte zu Mitte der Dachlatten gemessen 12,5 cm betragen.
  • Die Holzschindeln werden von unten beginnend mit Nägeln an der Querlattung befestigt. Jede Schindel wird nur mit jeweils 2 Nägeln angenagelt, wobei die Nägel nur im oberen Drittel der Schindeln eingeschlagen werden sollten. Der Abstand der Nägel von den Flanken der Schindeln sollte ca. 1,5 cm betragen.
  • Mit den ersten 3 Schindelreihen  wird die Traufe gebildet. Dazu längt man die Schindeln für die 1. Reihe auf 20 cm Länge ab. Die 2. Reihe wird auf eine Länge von 30 cm abgesägt. Die 3. Reihe wird nicht abgelängt. Die 2 Reihe wird mit einem Versatz von mindestens 3 cm über der 1. Reihe angebracht, wobei die 2. Reihe einen Überstand von ca. 1 cm über der  1. Reihe aufweisen sollte. Die 3. Schindelreihe wird wieder mit einem Versatz von 3 cm zur ersten Reihe verlegt und auch der Überstand zur 2. Reihe sollte wiederum 1 cm betragen.
  • Die folgenden Schindelreihen werden mit einem Abstand von 12,5 cm und einem Versatz von 3 cm bis zum Dachfirst hin verlegt. Es kann eventuell erforderlich sein, dass die letzte Schindelreihe abgelängt werden muss, damit der Reihenabstand von 12,5 cm eingehalten wird.



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  • Damit der Dachfirst oben dicht ist, muss noch ein Ortgang hergestellt werden. Dazu werden die Holzschindeln quer am First entlang verlegt, wobei diese an der Kante versetzt zueinander zusammengenagelt werden.
Holzschindeln verlegen Holzschalung Längslattung Querlattung Hinterlüftung

Holzschindeln verlegen Holzschalung Längslattung Querlattung und Hinterlüftung