Kaminofen wasserführend: Installation und Vorteile

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Es gibt sicher keine behaglichere Wärme als die eines Kaminofens. Zu dem hat der Kaminofen den ökologischen Vorteil, dass Holz als Brennmaterial sich beim verbrennen  fast Co2 – neutral verhält. Wäre da nicht der Nachteil, dass sehr viel Wärme ungenutzt zum Kamin hinausgeblasen wird. Ist der Kaminofen wasserführend ausgelegt, so kann diese Wärme in den Heizkreislauf der Zentralheizung eingespeist werden.



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Die Einsparung an Öl oder Gas kann bei der Verwendung eines wasserführenden Kaminofens bis zu 50% betragen. Der Wirkungsgrad liegt bei etwa 80 %. Funktionsweise: Der wasserführende Kaminofen besitzt eine Wassertasche bzw. ein Wasserregister, dass die Wärme für das Heiz- und Brauchwasser aus der Rauchgasabluft entnimmt, die bei einem herkömmlichen Kaminofen zum Schornstein hinaus geblasen würde. Das warme Rauchgas wird durch das Wasserregister geleitet und erwärmt das Wasser, dass dann wiederum dem Heizkreislauf zugeführt werden kann. Die Heizleistung von wasserführenden Kaminöfen liegt zwischen 15 und 30 KW. Wobei etwa 5-10 KW auf den Kaminofen selbst entfallen, die restliche Heizleistung wird über das Wasserregister an die Zentralheizung abgegeben. Somit ist es möglich mit einem wasserführenden Kaminofen Räumlichkeiten von über 200m² zu beheizen. Ein wasserführender Kaminofen lässt sich relativ einfach in einen vorhandenen Heizkreislauf integrieren. Trotzdem sollte diese Arbeit unbedingt von einem Fachmann ausgeführt werden, da je nach Leistung des wasserführenden Kaminofens, die einspeisenden Leitungen berechnet sein müssen und eine funktionsfähige Sicherheitsgruppe installiert werden muss.



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Kaminofen wasserführend: Installation

Der wasserführende Kaminofen wird über den Heizungsrücklauf an den Heizkreislauf angeschlossen. Dabei läuft das abgekühlte Heizwasser durch das Wasserregister des Kaminofens und wird dort erwärmt. Über die Rücklaufleitung gelangt das erwärmte Heizwasser in einen Pufferspeicher oder direkt zum Heizkessel. Wenn der wasserführende Kaminofen eine größere Heizleistung besitzt, ist der Einbau eines Pufferspeichers empfehlenswert. Im Prinzip kann der Kaminofen wasserführend betrieben werden ohne dass ein Pufferspeicher benötigt wird. Allerdings wird einem Überheizen des Kaminofens das Heizwasser über die thermische Ablaufsicherung, die an der  Kaltwasserleitung angeschlossen ist,  gekühlt. Dies bedeutet, dass Wärme und  Leitungswasser vergeudet wird, was ökonomisch und ökologisch nicht sehr sinnvoll ist.

Kaminofen wasserführend: Vorteile

Wird ein Kaminofen wasserführend betrieben, so ergeben sich die folgenden Vorteile:

  • Einsparung von fossilen Brennstoffen von ca. 50%
  • Angenehme Wärme des Kaminofens



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  • Wasserführende Kaminöfen haben einen Wirkungsgrad von ca. 80 %
  • Die Mehrkosten, die durch den Einbau eines wasserführenden Kaminofens entstehen haben sich je nach Ausführung des Kaminofens nach ca. 2 Jahren amortisiert.