Keramikfliesen: Eigenschaften und Verlegung

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Keramikfliesen werden aus Ton hergestellt. Dem Ton wird Quarz, Feldspat und Kaolin beigemischt. Je nach Verwendung der Keramikfliesen kann dem Ton auch Flussspat, Schamotte oder Kalzit beigemengt werden. Früher wurden Keramikfliesen von Hand gefertigt. Bis auf wenige Ausnahmen wie z.B. beim Cotto erfolgt die Herstellung der Fliesen heute maschinell. Prinzipiell werden zwei maschinelle Verfahren zur Herstellung von Keramikfliesen verwendet:



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1. Das Strangpressverfahren: Bei diesem Verfahren wird ein Strang hergestellt der dann in einzelne Fliesen zerteilt wird.

2. Das Trockenpressverfahren: Bei diesem Verfahren werden die einzelnen Fliesen unter hohem Druck in Formen gepresst.  Die Keramikfliesen werden nach dem Teilen bzw. Formen bei hoher Temperatur gebrannt.

Färbung von Keramikfliesen:

Keramikfliesen erhalten ihre Färbung durch Metalloxide wie Eisenoxid, Kobaltoxid oder Titandioxid. Die Oberfläche von Keramikfliesen wird oft mit einer Glasur gefärbt. Es werden auch Drucke und Handmalereien auf die Glasur aufgebracht.

Einsatzbereiche von Keramikfliesen:

Keramikfliesen werden sowohl für den Wand- als auch für den Bodenbelag verwendet. Sie können je nach Beschaffenheit im innen und im Außenbereich verlegt werden. Im Außenbereich dürfen nur frostsichere Keramikfliesen verwendet werden. Je nach Abriebfestigkeit der Fliesenoberfläche unterscheidet man 6 Klassen von 0-5. Wobei Null einen reinen theoretischen Wert darstellt. Die Abriebfestigkeit von 1 besagt, dass die entsprechenden Keramikfliesen nur im Wohnbereich barfuß oder mit Hausschuhen betreten werden dürfen. Eine Abriebfestigkeit von 5 bedeutet, dass die Keramikfliesen für höchste Beanspruchung geeignet sind. Neben der Abriebfestigkeit werden Keramikfliesen auch nach ihrer Rutschsicherheit in die sogenannten R- Gruppen Eingeteilt. Je höher die Zahl hinter dem R ist desto rutschsicherer ist die entsprechende Keramikfliese, aber auch schwerer zu reinigen, da die Oberfläche dann entsprechend rauer ist.



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Verlegen von Keramikfliesen:

Vor dem Verlegen der Keramikfliesen muss der Untergrund vorbereitet werden. Es ist darauf zu achten, dass der Boden absolut eben, trocken und sauber ist. Gegebenenfalls muss der Boden mit Zementmörtel ausgeglichen und gereinigt werden. Der Ausgleichszementmörtel sollte durchgetrocknet sein, bevor man mit dem Verlegen beginnen kann. Der Fliesenkleber wird mit einem Zahnspachtel auf den Boden aufgebracht. Bei größeren Keramikfliesen ist es Empfehlenswert auch auf die Fliesenrückseite Fliesenkleber aufzubringen. Damit die Fugenabstände gleichmäßig sind sollte man kreuzförmige Verlegehilfen verwenden. Erst nach dem Trocknen des Fliesenklebers dürfen die Keramikfliesen verfugt werden. Die Fugen müssen sauber und staubfrei sein. Am besten geht das Verfugen mit einer Fugenkelle aus Hartgummi. Mit der Fugenkelle streicht man diagonal über die Fliesenfuge um den überschüssigen Fugenmörtel zu entfernen.



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Je nach Herstellerangabe des Fugenmörtelherstellers werden die Keramikfliesen und die Fugen mit einen feuchten Tuch gereinigt. Sollte sich nach dem Reinigen noch ein leichter Film auf den Keramikfliesen befinden, so lässt sich dieser  mit Wasser und einem Schwamm  entfernen.