Laminat für Fußbodenheizung

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Oft hört man, dass Laminat für eine Fußbodenheizung nicht geeignet ist, da dieses durch die Wärme Schaden nimmt und zudem die Wärme nicht durchlässt, so dass ein effizienter Betrieb der Bodenheizung nicht möglich ist. Diese Aussage ist heute nicht mehr zutreffend. Im Fachhandel wird durchaus Laminat für Fußbodenheizungen angeboten, der ein effektives Heizen ermöglicht und auch entsprechend Temperaturbeständig ist. Allerdings sollte man beim Kauf von Laminat, der auf einer Fußbodenheizung verlegt werden soll, auf einige Dinge achten.



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  • Der Laminatboden muss unbedingt zum Verlegen auf einer Bodenheizung vom Hersteller freigegeben sein. Diese Freigabe ist in der Regel auf der Verpackung der Laminatpaneelen zu finden. Auch in der Beschreibung wird normalerweise auf die Freigabe hingewiesen.
  • Allerdings muss man bei der Freigabebescheinigung darauf achten, dass der Laminat für die entsprechende Fußbodenheizung gilt. Denn eine Freigabe für eine wassergeführte Bodenheizung gilt nicht für eine elektrische Fußbodenheizung und umgekehrt.
  • Auch wenn der Laminat eine Freigabe für eine Fußbodenheizung besitzt, heißt dies nicht, dass dieser optimal dafür geeignet ist. Die Freigabe besagt nur, dass der entsprechende Laminatboden gewisse Mindestvoraussetzungen erfüllt. Wichtig ist, dass der sogenannte Wärmedurchlass- widerstand (WDW) niedrig ist, damit möglichst viel Wärme durch den Laminat durchdringen kann, so dass die Fußbodenheitzung effektiv betrieben wird. Der Wärmedurchlasswiderstand darf inklusive Trittschalldämmung, Dampfsperre und Laminat einen Wert von 0,15 qm K/W nicht überschreiten. Besser ist natürlich ein Wert, der weit unter diesem liegt. D.h. man muss beim Kauf des Laminatbodens nicht nur auf den WDW – Wert des Laminat achten, sondern den Wert für den gesamten Bodenbelag inklusive Trittschalldämmung und Dampfsperre. Wenn der Laminatboden einen WDW-Wert von 0,08 qm K/W besitzt, so darf der WDW-Wert der Trittschalldämmung inklusive Dampfsperre einen Wert von 0,07 nicht überschreiten. Der WDW Wert eines Laminatbodens ist abhängig von der Materialdichte und der Stärke des Bodenbelags. Allerdings darf ein Laminat für eine Füßbodenheizung auch nicht zu dünn sein, so dass man bei einem Laminatboden nie die WDW-Werte wie bei einem Fliesenbelag erreichen kann, der bei 0,02 qm K/W liegt. D.h. eine Fußbodenheizung auf der Laminat verlegt ist, kann niemals so effektiv betrieben werden, wie eine Bodenheizung auf der ein Fliesenbelag verlegt ist. Die Aufheizphase dauert länger, dafür hält der Laminat länger die gespeicherte Wärme.



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  • Beim Heizen muss darauf geachtet werden , dass die Wassertemperatur 26° Celsius nicht übersteigt, da ansonsten die Kunstharze des Laminatbodens zu stark austrocknen und der Laminat spröde wird.
  • Beim Verlegen des Laminats auf der Fußbodenheizung muss unbedingt eine Dampfsperre eingebaut werden, da der Laminatboden ansonsten Schaden nehmen kann.
  • Wenn der Heizestrich frisch verlegt wurde muss die Trockenzeit für den Estrich unbedingt eingehalten werden, da der Laminatboden ansonsten aufquillt.



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  • Für Heimwerker sind elektrische Fußbodenheizungen interessant, da sich diese ohne besondere Vorkenntnisse einfach an der Steckdose anschließen lassen. Eine elektrische Fußbodenheizung kann auch nachträglich einfach verlegt werden, da die Aufbaustärke nur wenige Millimeter beträgt. Allerdings sollte man beim Kauf eines Laminat für eine elektrische Fußbodenheizung auch darauf achten, dass der Laminatboden eine Freigabe für diese spezielle Art von Bodenheizung besitzt.