Möbel selber bauen: 2

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Einen Sitzsack selber machen: Anleitung mit Schnittmuster

Ein Sitzsack ist ein sehr bequemes Möbelstück, dass sich mit relativ geringem Aufwand selber machen  läßt. Zum Nähen des Sitzsackes benötigt man eine Nähmaschine, eine Schere, Garn, geeigneten Stoff und Füllmaterial. Im Folgenden wird Schritt für Schritt mit Schnittmuster beschrieben, wie man einen sechseckigen Sitzsack selber machen kann.

 



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Die Auswahl des Materials für den Sitzsack

Bevor man mit dem eigentlichen Nähen beginnen kann, sollte man das Material sorgfältig aussuchen. Zuerst sollte man sich Gedanken über den Stoff machen. Bei einem Sitzkissen wird der Stoff sehr stark strapaziert, so dass man nur  reißfeste Stoffe verwenden sollte. Stark dehnbare Stoffe wie   z.B. Stretch sind für ein Sitzkissen eher ungeeignet. Besser ist die Verwendung von Baumwoll- oder Leinenstoffen. Auch ein Jeansstoff oder Leder kann für den Sitzsack verwendet werden. Allerdings sollte man zuvor probieren, ob man Jeansstoff oder Leder überhaupt mit der eigenen Nähmaschine nähen kann. Nicht jede Nähmaschine ist stark genug, um solche Materialien zu nähen. Natürlich muss auch das verwendete Nähgarn äußerst reißfest und strapazierfähig sein. Die Kosten für einen hochwertigen Stoff liegen ca. bei 10-12 Euro pro lfm.

Ein weiterer wichtiger Punkt bei der Materialauswahl ist die Füllung. Man besten eignen sich zum befüllen des Sitzsackes Styroporkugeln. Andere Füllmaterialien halten in vielen Fällen der Belastung nicht Stand.

Hinweis: Es ist auch möglich einen Sitzsack zu nähen, der im Freien verwendet werden kann. In so einem Fall sollte man einen gewachsten Stoff verwenden, der wasserabweisend ist.

Das Schnittmuster für den Sitzsack festlegen

Sitzsack selber machen: Schnittmuster

Wer einen Sitzsack selber machen will, der benötigt ein geeignetes Schnittmuster. Das folgende Schnittmuster zeigt einen Sitzsack mit sechseckiger Grundfläche. Natürlich kann man auch eine rechteckige oder runde Grundfläche für das Sitzkissen wählen. Das Schnittmuster dient beim Nähen des Sitzsackes als Schablone, mit deren Hilfe die Stoffstücke zugeschnitten werden. Das Sitzkissen besteht aus 8 Teilen, die miteinander vernäht werden. Die Seitenteile verjüngen sich nach oben hin.    D.h. auch die Kanten der beiden Endteile müssen dementsprechend angepasst werden. Zum Nähen des Sitzsackes benötigt man 3 Papp – Schablonen. Eine für die Grundfläche, eine für das Endstück und eine für die 6 Seitenteile, die alle die selben Maße haben.

 



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Anleitung: Den Sitzsack nähen

  1. Als Erstes werden die Schablonen aus Pappe gemäß dem Schnittmuster ausgeschnitten. Damit man die einzelnen Teile miteinander vernähen kann, wird eine Nahtzugabe von 10 mm gegeben. Als Nahtzugabe bezeichnet man den Abstand zwischen der Naht und der Schnittkante des Schnittmusters. Die Nahtzugabe gewährleistet, dass der Sitzsack nach dem Vernähen die vorgegebenen Maße erhält.
  2. Nun wird das Schnittmuster mit Hilfe der Schablonen auf den Stoff übertragen. Zum Anzeichnen der Konturen eignet sich am Besten Schneiderkreide. Das Ober- und das Unterteil wird jeweils einmal aufgezeichnet, während die Seitenteile 6 mal benötigt werden.
  3. Jetzt kann man die Einzelteile miteinander vernähen. Bei einem Stoff unterscheidet man die rechte Seite und die linke Seite. Die rechte Seite bildet die Außenfläche, die linke Seite die Innenfläche des Sitzkissens.  Bei den Seitenteilen werden jeweils die beiden rechten Seiten zusammengelegt und anschließend mit Stecknadeln fixiert. Mit einer Nähmaschine können nun die Seitenteile zu einem Schlauch zusammen genäht werden. Die Anfänge und Enden werden verriegelt, so dass sich die Naht bei Belastung nicht löst.
  4. Als Nächstes wird das Oberteil an den Stoffschlauch angenäht. Dabei wird wieder rechts auf rechts  an der Schlauchöffnung  mit Stecknadeln fixiert. Entlang der Stecknadeln, die man als Orientierungshilfe verwenden kann, wird das Oberteil an den Stoffschlauch genäht. Die Nahtenden werden wieder verriegelt. Das größere Untereil wird auf die oben beschriebene Weise an dem Schlauch genäht. Der einzige Unterschied besteht darin, dass eine Kante offen gelassen wird, damit man den Sitzsack befüllen kann. Die Nahtenden werden ebenfalls verriegelt.
  5. Zum Befüllen des Sitzsackes wird dessen Hülle nun von links nach rechts gedreht. Durch die Öffnung kann der Sitzsack nun mit Styroporkuglen befüllt werden. Man darf das Sitzkissen nicht überfüllen, da dieses ansonsten unbequem wird. Optimal ist eine Füllung, die ca. 1/3 der Hülle ausmacht. Zum Schluß wird die Öffnung noch zugenäht. Fertig ist der selbst gemachte Sitzsack!



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