Nachtspeicherheizung Preise und Kosten

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In den 70iger Jahren wurde der Einbau einer Nachtspeicherheizung sogar gefördert. Dies lag daran, dass man die neunen Atomkraftwerke, die man in der Nacht nicht einfach herunter fahren kann besser auslastet, da in der Nacht von der Industrie und den Haushalten wesentlich weniger Strom verbraucht wurde. Auch die Preise für eine Nachtspeicherheizung waren relativ günstig, so dass viele Hauseigentümer auf dieses Heizungssystem umgestiegen sind.



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Zusätzlich zu der Förderung kamen noch die damals sehr günstigen Preise für Nachtstrom hinzu, so dass man mit einer Nachtspeicherheizung ein sehr günstiges Heizungssystem hatte. Heute ist genau das Gegenteil der Fall. Die Förderung für elektrische Speicherheizungen gibt es schon lange nicht mehr. Heute wird unter bestimmten Voraussetzungen sogar eine Förderung für den  Umstieg von einer Nachtspeicherheizung auf ein alternatives Heizungssystem angeboten.

Auch die steuerliche Begünstigung für Nachtstrom ist 2006 weggefallen, so dass auch hier der Preisvorteil keine große Rolle mehr spielt. Die Nachtspeicherheizung Preise sind zwar auch heute noch sehr günstig. Für einen Nachtspeicherheizkörper mit einer Leistung von 2000 Watt werden Preise von ca. 300-380 Euro verlangt.



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Für diesen Preis bekommt man gerade mal einen Flachheizkörper mit ähnlichen Leistungsdaten. Man sollte sich aber durch die günstigen Preise für Speicherheizungen nicht blenden lassen, da der Betrieb dieses Heizungssystems sehr teuer ist. Bei den heutigen Strompreisen kostet der Betrieb einer Nachtspeicherheizung für ein Haus mit einem Wärmebedarf von 10000 KW pro Jahr ca. 2000 Euro, während man für das gleiche Gebäude nur 1000 Euro an Heizkosten benötigt, wenn dieses mit Gas beheizt wird. (Bei den Kosten für die Gasheizung sind die Wartungskosten schon berücksichtigt.) Es zeigt sich also das der vermeintliche Preisvorteil für die Nachtspeicherheizung durch die hohen Betriebskosten zu Nichte gemacht wird. Es lässt sich auch kaum  Geld durch einen Stromanbieterwechsel sparen, da Nachtstrom meistens nur von den Grundversorgern angeboten werden. Des weiteren hat eine Nachtspeicherheizung den Nachteil, dass diese relativ träge reagiert, so dass gerade in der Übergangszeit im Herbst oder Frühjahr die Heizung in der kalten Nacht aufgeladen wird, obwohl man am Tag überhaupt keine Heizung mehr benötigt. Durch dieses träge Verhalten wird sehr viel wertvolle Wärmeenergie verschwendet.



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Fazit: Man sollte sich nicht durch die vermeintlich günstigen Preise für eine Nachtspeicherheizung blenden lassen. Wer unbedingt eine elektrische Heizung will, der kann auch auf eine Wärmepumpenheizung umsteigen. Eine Nachtspeicherheizung als primäres Heizungssystem ist bei den heutigen Strompreisen eher ungeeignet.