Polygonalplatten verlegen

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Bei Polygonalplatten handelt es sich um Platten mit unregelmäßigen Ecken und Kanten. Die Platten werden meist aus Natursteinen wie Kalkstein, Porphyr, Granit, Quarzit, Sandstein und Schiefer hergestellt. Vor dem Verlegen der Polygonalplatten sollte man sich genau über die Eigenschaften des verwendeten Materials informieren. Sollen Polygonalplatten im Aussenbereich verlegt werden, so müssen diese in jedem Fall frostbeständig sein. Polygonalplatten aus Sandstein sind meist frostbeständig und recht abriebfest, allerdings wird die Oberfläche durch Streusalz angegriffen.



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Auf Wegen die im Winter mit Salz gestreut werden, sind Sandsteinplatten deshalb nicht zu empfehlen. Granit hingegen ist streusalz- und frostbeständig und zudem extrem abriebfest. Auch Quarzit ist sehr abriebfest und frostbeständig, so dass dieses Material für den  Aussenbereich gut geeignet ist. Polygonalplatten aus Kalkstein hingegen, sind relativ weich und besitzen eine geringe Abriebfestigkeit, und sind zudem noch relativ empfindlich gegenüber Säuren, so dass dieses Material nur bedingt für den Aussenbereich zu empfehlen ist. Das Verlegen von Polygonalplatten erfordert viel Erfahrung, so dass diese Arbeit nur von Fachleuten oder versierten Heimwerkern ausgeführt werden sollte. Oft werden Polygonalplatten aus Kostengründen im Kies bzw. Splittbett verlegt. Allerdings besteht bei dieser Verlegemethode die Gefahr, dass sich Risse im Fugenbild bilden können. Trotzdem hat sich diese Verlegemethode bei bestimmten Verlegearbeiten bewährt.

Polygonalplatten verlegen

Polygonalplatten verlegen

So lassen sich Polygonalplatten auf Gartenwegen im Splittbett verlegen. Dazu wird das Erdreich in dem Bereich, in dem  die Polygonalplatten verlegt werden sollen, ca. 15 cm Tief ausgehoben und dann mit Splitt gefüllt. Die Platten werden mit einem Gummihammer festgeklopft und anschließend mit Splitt oder Sand verfugt.



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Es könne auch einzelne große Ploygonalplatten als Trittplatten im Garten auf diese Weise verlegt werden. Polygonalplatten im Spilttbett zu verlegen ist nur für große Platten ab einer Stärke von mindestens 3 cm zu empfehlen. Dadurch, dass die Platten mit Splitt verfugt werden, können auch keine Risse im Fugenbild entstehen. Allerdings besteht die Gefahr, dass Unkraut in die Fugen hineinwächst. Bei großen Flächen, wie dies z.B. bei einer Terrasse der Fall ist, sollte man die Polygonalplatten in keinem Fall im Splittbett verlegen, sondern auf einer Betonplatte. Dazu wird das Erdreich ca. 30 cm tief ausgehoben und dann mit einer ca. 15 cm dicken Kiesschicht verfüllt. Die Kiesschicht wird mit einer Rüttelplatte verdichtet. Auf die Kiesschicht bringt man eine ca. 15 cm starke Betonplatte mit Stahlbewährung auf. Nach dem durchtrocknen der Betonplatte kann man mit dem Verlegen der Polygonalplatten beginnen. Die Verlegung der Platten kann im Mittelbett- oder Dickbettverfahren erfolgen. Das Dickbettverfahren sollte dann Angewendet werden, wenn die Polygonalplatten große Unterschiede in der Stärke aufweisen. Beim Dickbettverfahren kann man auf einen Estrich verzichten. Die Betonplatte wird mit Wasser vorgenäßt, während die Polygonalplatten  kurz in einen Wassereimer getaucht und dann mit Verlegemörtel ca. 2-3 cm dick bestrichen werden. Die Kanten der Platten werden abgeschrägt, so dass genügend Verdrängungsraum für den Verlegemörtel vorhanden ist. Dann verlegt man die Polygonalplatten auf der Betonoberfläche und klopft diese mit einem Gummihammer fest. Verfugt werden die Platten mit einem absolut wasserdichten elastischen  Fugenmörtel. Polygonalplatten im Dickbettverfahren zu verlegen erfordert große Erfahrung, so dass man diese Arbeit besser einem Fachmann überlässt, da Fehler beim Verlegen mit sehr kostspieligen Ausbesserungsarbeiten verbunden sind.



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