Pultdach Neigung bzw. Dachneigung

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In den letzten Jahren werden auch im privaten Hausbau immer mehr Pultdächer gebaut. Das Pultdach wurde früher eigentlich nur für Industriebauten oder Garagen bzw. Carports verwendet. Heute ist diese Dachform zu einem echten Trend geworden. Bei einem Pultdach handelt es sich um eine Dachform mit einer einseitig geneigten Fläche. Die obere Kante der Dachflächen bildet den Dachfirst, während die untere Kante die Traufe darstellt.



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Die Dachflächen werden an den Seiten durch den Ortgang abgeschlossen.  Im Vergleich zu einem Steildach oder einem Flachdach hat die relativ geringe Pultdach Neigung einige Vorteile, die nicht von der Hand zu weisen sind.  Im Folgenden werden die Vorteile und Nachteile des Pultdaches im Vergleich zu einem Steildach und einem Flachdach gegenüber gestellt.

Pultdach Neigung: Vorteile und Nachteile

Bei Flachdächern treten hingegen häufig Abflussprobleme bei heftigen Regenfällen auf. Auch das Abdichten eines Flachdaches ist wesentlich aufwendiger als bei einem Pultdach.

  • Auf Grund der einseitigen Pultdach Neigung, benötigt man weniger Dachrinnen und Fallrohre, was eine Kostenersparnis bringt. Zudem lässt sich das Regenwasser wesentlich einfacher als Brauchwasser nutzen, da das Wasser nur auf einer Seite aufgefangen werden muss.
  • Durch die Neigung des Pultdaches werden Staub und Schmutz durch den Regen weggespült, so dass die Dachfläche sauber bleibt. Bei einem Flachdach muss man hingegen öfter die Dachfläche reinigen.
  • Im Vergleich zu einem Steildach, lässt sich die Wohnfläche unter einem Pultdach wesentlich einfacher belichten, da man keine Dachflächenfenster benötigt, sondern auf Standardfenster zurückgreifen kann.
  • Auf Grund der günstigen Pultdach Neigung eignet sich dieses hervorragend zum Einsatz einer Photovoltaikanlage. Wichtig dabei ist, dass das Dach in einem optimalen Winkel zur Sonneneinstrahlung ausgerichtet wird.  Es gibt keine andere Dachform bei der sich eine Photovoltaikanlage so effektiv einsetzen lässt. Daher werden Pultdächer sehr häufig beim Bau von Niedrigenergiehäusern bzw. Passivhäusern eingesetzt.



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  • Durch die geringe Neigung geht bei einem Pultdach im Vergleich zu einem Steildach weniger nutzbare Wohnfläche verloren.
  • Bei einem Pultdach kann man nahezu jede Dacheindeckung verwenden. Auch eine Begrünung wie bei einem Flachdach ist möglich.

Natürlich hat die relativ geringe Neigung des Pultdaches auch einige Nachteile:

  • Auf Grund der geringen Dachneigung fließt das Regenwasser langsamer ab, als bei einem Steildach. Deshalb dauert der Trocknungsprozess bei einem Pultdach länger. Dies hat zur Folge, dass die Abdichtung sorgfältiger und aufwendiger ausgeführt werden muss, als bei einem Steildach.



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  • Im Sommer kann es auf Grund des niedrigen Neigungswinkels zu einem Hitzestau kommen wenn die Wärmedämmung nicht fachgerecht ausgeführt wurde.