Rhododendron Krankheiten

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Wenn die Standortbedingungen und die Bodenverhältnisse stimmen, ist der Rhododendron eigentlich eine sehr robuste Pflanze. Die meisten unten genannten Rhododendron Krankheiten entstehen durch Nährstoffmangel oder auf Grund eines ungeeigneten Standortes. Auch Schädlingsbefall kann die Ursache von bestimmten Krankheiten sein.



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  • Oft zeigen sich bei einem Rhododendronstrauch im Frühling braune Blätter. Dieses Krankheitsbild kann Ursache von einem Sonnenbrand oder auch durch einen Pilzbefall verursacht werden. Wenn die Blätter durch die Sonne geschädigt wurden, zeigt sich dies dadurch, dass sich nur die der Sonne zugewandten Blätter gelblich bis braun verfärben. Die übrigen Blätter zweigen keine Schäden. In so einem Fall kann nur ein Standortwechsel Abhilfe schaffen.
  • Ein Pilzbefall kann die Ursache für braune Blätter bzw. braune Flecken auf den Blättern sein. Meistens werden schwache Pflanzen, die an einem ungünstigen Standort stehen von Pilzen befallen. Auch in diesem Fall kann ein Standortwechsel helfen.
  • Bei empfindlichen Rhododendronsorten kann es im Winter auch zu Frostschäden kommen. Ein Frostschaden äußert sich durch braune abgestorbene Blätter, wobei die Knospen wie vertrocknet aussehen. Insbesondere bei kalten Frostwinden treten diese Schäden auf. Um Frostschäden man Rhododendron zu verhindern, kann man diesen mit einem geeigneten Windschutz aus Schilfmatten schützen.



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  • Einige Rhododendron Krankheiten werden auch durch Nährstoffmangel verursacht. So zeigt sich beispielsweise Stickstoffmangel dadurch, dass die älteren Laubblätter zuerst hellgrün oder gelblich erscheinen. Später verfärben sich auch die jüngeren Laubblätter gelb. Im Verlauf des Sommers fallen die Blätter dann vorzeitig ab. Der Rhododendron bildet auch kaum Blütenknospen aus. Der Stickstoffmangel lässt sich durch spezielle Düngemittel relativ einfach ausgleichen. Eine weitere sehr häufige Mangel Krankheit beim Rhododendron ist Eisenmangel. Diese Mangelkrankheit äußert sich bei den jungen Laubblättern durch gelblich – grüne Blätter, wobei die Blattadern scharf abgegrenzt sind und dunkelgrün erscheinen. Eisenmangel entsteht meist nicht durch zu wenig Eisen im Boden, sondern durch einen zu hohen Ph-Wert des Bodens, der eine Aufnahme des Eisens verhindert. Abhilfe kann man durch spezielle im Fachhandel erhältliche Düngemittel schaffen, die regulierend auf den Ph-Wert wirken.



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  • Eine besonders heimtückische Rhododendron Krankheit, ist ein durch die Rhododendronzikade verursachter Pilzbefall. Diese Krankheit äußert sich durch braune oder grau Blütenknospen, die dann absterben, aber häufig nicht abfallen. An den Blütenknospen kann man dann ca. 1,5-2 mm lange Stäbchen sehen. Diese Stäbchen sind die Fruchtkörper des Pycnostysanus azaleae. Dieser Pilz kann auch Zweige und Blätter der Pflanze befallen. Die Zeige sterben dann ab, während sich ein Blattbefall durch braune Flecken an den Laubblättern äußert. Wenn sich der Pilzbefall an den Knospen zeigt sollte man daher diese möglichst schnell entfernen, damit sich diese Krankheit nicht weiter ausbreiten kann.