Rund ums Auto: Teil 2

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Steuerkette oder Zahnriemen: Vorteile und Nachteile

Zum Antrieb der Nockenwelle über die Kurbelwelle des Motors stehen zwei verschiedene Konzepte zur Verfügung. Der Antrieb kann über einen Zahnriemen oder mit einer Steuerkette erfolgen. Heute werden ca. 75% aller Motoren mit einem Zahnriemen ausgerüstet. Da heißt aber nicht, dass ein Zahnriemenantrieb der Nockenwellen besser ist, als ein Antrieb mit einer Steuerkette.



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Der große Vorteil eines Zahnriemenantriebes ist, dass dieser wesentlich günstiger zu realisieren ist, als ein Steuerkettenantrieb. Dies dürfte der Hauptgrund sein, warum so viele Fahrzeughersteller ihre Motoren auf einen Zahnriemenantrieb umgestellt haben. Für den Fahrzeughalter bedeutet der Einsatz eines Zahnriemens höhere Wartungskosten, da dieser in Intervallen von ca. 60000-120000 km gewechselt werden muss.

Steuerkette oder Zahnriemen: Vorteile und Nachteile

Wenn der Zahnriemen nicht im vorgeschriebenen Intervall gewechselt wird, so droht ein kapitaler Motorschaden und nicht selten muss ein Austauschmotor eingebaut werden, da es sich  durch den Zahnriemenriss häufig nicht mehr lohnt, den Motor instand zu setzen. Allerdings hat eine Zahnriemen gegenüber einer Steuerkette auch Vorteile. So ist ein Zahnriemenantrieb in der Regel leiser.



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Bei Sportwägen wird dieser Nockenwellenantrieb häufig eingesetzt, da die Schwungmasse eines Zahnriemens geringer ist, als die einer Steuerkette, so dass der Motor agiler wird. Der große Vorteil der Steuerkette ist die lange Haltbarkeit. In der Regel hält eine Steuerkette ein ganzes Motorleben lang. Allerdings ist es erforderlich, die Kettenspanner in regelmäßigen Abständen zu kontrollieren und gegebenenfalls zu justieren oder auszutauschen. Allerdings muss auch dazu gesagt werden, dass auch die Spannrollen des Zahnriemens auch zwischen den Wechselintervallen kontrolliert werden müssen. Wenn es zu einem Reissen der Steuerkette kommt, was sehr selten ist, kann man in der Regel davon ausgehen, dass der Motor ausgetauscht werden muss, da die gerissene Steuerkette oft das Motorgehäuse stark beschädigt. Bei einem Zahnriemenriss besteht manchmal noch die Hoffnung, dass nur einige Ventile im Zylinderkopf ausgetauscht werden müssen. Ein weiterer Nachteil der Steuerkette ist, dass der Wechsel, falls erforderlich, meist wesentlich teuerer ist als ein Zahnriemenwechsel, da es sein kann, dass je nach Fahrzeugtyp der gesamte Motor ausgebaut werden muss. Deshalb ist  ein Wechsel einer Steuerkette kaum unter 1000 Euro möglich. ein Zahnriemenwechsel verursacht Kosten, abhängig vom Fahrzeugtyp in Höhe von 120-600 Euro.



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Allerdings muss dieser Wechsel je nach Wechselintervall während der Lebenszeit eines Fahrzeuges öfter durchgeführt werden.

Fazit: Sowohl der Zahnriemen als auch die Steuerkette haben beide ihre Vorteile und Nachteile. Der Zahnriemen macht den Motor günstiger in der Herstellung, allerdings teuerer in der Wartung. Die Steuerkette hat im Normalfall eine sehr lange Lebensdauer, der Antrieb ist allerdings komplizierter und teuer in der Herstellung.