Styropor Dämmung am Dach

Zurück zu Abdichten & Isolieren: Teil 3

Wer eine geeignete Dämmung für das Dach sucht, sollte sich mit den unterschiedlichen zur Verfügung stehenden Dämmstoffen auseinander setzen. Nicht jeder Dämmstoff ist gleichermaßen zur Dämmung des Daches geeignet. Im Folgenden werden die Vorteile und Nachteile einer Styropor Dämmung am Dach beschrieben. Bei Styropor handelt es sich um einen Polystyrol-Hartschaum.



Anzeige

Styropor wird in Form von Dämmplatten bis zu einer Stärke von 20 cm angeboten. Insbesondere bei der Aufdachdämmung, bei der Untersparrendämmung und bei der Dämmung der obersten Geschoßdecke wird dieser Dämmstoff häufig eingesetzt. Bei der Zwischensparrendämmung kommen Styropor-platten eher nicht zur Anwendung, da sich die Platten nicht absolut exakt zuschneiden lassen, so dass zwischen den Styroporplatten und den Dachsparren ein Spalt entsteht, durch den Kälte eindringen kann.

Styropor Dämmung Dach: Vorteile und Nachteile

Einer der Vorteile einer Styropor Dämmung am Dach ist der relativ günstige Preis. Je nach Dämmstoffstärke liegen die Preise bei ca. 6-12 Euro pro m². Zur Dämmung der obersten Geschoßdecke am Dachboden ist dieses Material bestens geeignet, da es hoch belastbar ist, so dass die oberste Geschoßdecke problemlos begehbar gestaltet werden kann. Zudem lässt sich dieses Dämmmaterial problemlos mit herkömmlichen Werkzeugen schneiden und bearbeiten, so dass man als versierter Heimwerker die Dämmarbeiten auch selber machen kann.



Anzeige

Wenn man eine vorhandene Dachdämmung mit einer Untersparrendämmung aufdoppeln will, so eignet sich Styropor bestens für diese Anwendung. Die Styroporplatten werden in so einem Fall einfach an der Dachinnenseite aufgeklebt. Allerdings hat eine Styropor Dämmung am Dach auch Nachteile: Zum Einen ist die Herstellung von Styropor sehr Energieintensiv und zum Anderen wird dieses Dämmmaterial aus Erdöl hergestellt, dass nicht unbegrenzt vorhanden ist. Damit sieht die Ökobilanz im Vergleich zu Naturfaserdämmstoffen nicht besonders gut aus. Des weiteren ist die Entsorgung von Styropor auch nicht ganz unproblematisch. Ein weiter Nachteil von Styropor als Dachdämmung ist dessen Verhalten im Brandfall. Bei starker Hitzentwicklung setzt dieser Dämmstoff giftige Gase frei. Deshalb sind beim Dämmen mit Styropor unbedingt die Bandschutzvorschriften zu beachten.



Anzeige

Fazit: Styropor zum Dämmen des Daches ist zweifellos ein preisgünstiger Dämmstoff, der sich leicht bearbeiten lässt. Wenn man den ökologischen Aspekt außer betracht lässt, so ist dieser Dämmstoff durchaus empfehlenswert. Dennoch dürfen die Bandschutzvorschriften beim Dämmen nicht vernachlässigt werden. In jedem Fall sollte man sich bei der Auswahl des Dämmstoffes von einem Fachmann beraten lassen, bevor man eine Entscheidung trifft.

Hersteller und Markenkennzeichnung: BASF Aktiengesellschaft (Styropor®) www.basf.de