Tiefbrunnenpumpe

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Eine Tiefbrunnenpumpe, auch Unterwasser- motorpumpe genannt, wird zur Trinkwasser- versorgung, Hauswasserversorgung oder für Bewässerungsanlagen verwendet. Die Tiefbrunnenpumpe findet aber auch im Bereich von Wärmepumpenanlagen und Druckerhöhungs – anlagen Verwendung. Brauereien setzen Tiefbrunnenpumpen ein, um aus großer Tiefe besonders reines Wasser für die Bierherstellung zu fördern.



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Im Bergbau wird die Tiefbrunnenpumpe zum Abpumpen von Grubenwasser benötigt. Typisches Kennzeichen der Tiefbrunnenpumpe ist ihre extrem schlanke Bauform. Somit kann die Unterwassermotorpumpe auch in sehr engen Bohrschächten eingesetzt werden.  Aufbau der Tiefbrunnenpumpe: In der Regel besteht eine Unterwassermotorpumpe aus einem Elektromotor und mehreren Laufrädern. Je mehr Laufräder die Tiefbrunnenpumpe besitzt. desto mehr Druck kann sie aufbauen. Der Elektromotor besitzt einen besonders schlanke Bauform und wird unterhalb der Pumpenhydraulik montiert. Der Motor ist durch einen Flansch mit der Pumpenhydraulik, die die Laufräder enthält, verbunden. Das Wasser wird zwischen Motor und Pumpenhydraulik durch ein Sieb, dass ein Eindringen von Sand und anderen Schwebstoffen verhindert, angesaugt. Durch die Rotation der Laufräder wird Druck aufgebaut und das Wasser durch eine Öffnung am oberen Ende der Tiefbrunnenpumpe herausgefördert. Am Auswurfstutzen ist ein Rückschlagventil angebracht, welches verhindert, das nach dem Abschalten der Tiefbrunnenpumpe Wasser aus dem Leitungssystem zurück in das Bohrloch strömt. Je nach Leistung kann eine Tiefbrunnenpumpe Wasser aus einer Tiefe von über 700 Metern fördern.



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Der Motor der Tiefbrunnenpumpe wird mit Wasser gekühlt und ist druckausgeglichen, so dass er auch in sehr großen Tiefen arbeiten kann. Der Durchmesser von Unterwassermotorpumpen wird in der Regel in Zoll angegeben. Beim Einbau einer Tiefbrunnenpumpe ist darauf zu achten, dass der Durchmesser der Pumpe einige Millimeter unter dem Brunnenrohrdurchmesser liegt, damit eine ausreichende Wasserströmung gewährleistet ist. In keinem Fall dürfen sich im Brunnenrohr irgendwelche Engstellen befinden. In der Wasserführenden Schicht muss ein Filterrohr installiert werden, um die Tiefbrunnenpumpe vor Verunreinigungen zu Schützen. Das in der Unterwasserpumpe eingebaute Sieb reicht in der Regel nicht aus um alle Verunreinigungen abzuhalten. Neben herkömmlichen Tiefbrunnenpumpen gibt es auch Solartiefbrunnenpumpen, die schon mit einigen Watt Eingangsleistung einen Überdruck von mehreren Bar erzeugen können. Die Solar – Tiefbrunnenpumpe besitzt in der Regel keine Laufräder und keinen Elektromotor.



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Das Pumpengehäuse beinhaltet einen Kolben, der sich durch ein wechselndes Magnetfeld hin und her bewegt. Am unteren Ende der Solar – Tiefbrunnenpumpe befindet sich die Ansaugöffnung. Das Wasser wird durch ein Ventilsystem an das obere Ende der Pumpe gefördert, wo sich die Auslassöffung befindet.