Wasseraufbereitung Test

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Für die Wasseraufbereitung stehen unterschiedliche Möglichkeiten zur Verfügung. Zum Einen muss das Trinkwasser von schädlichen Substanzen, und Verschmutzungen gereinigt werden, zum anderen dürfen sich nach der Wasseraufbereitung keine pathogenen Bakterien im Wasser befinden. Im Fachhandel werden verschiedene Systeme zur Wasseraufbereitung angeboten, allerdings hat sich bei Tests gezeigt, dass nicht alle Systeme gleichermaßen zur Wasseraufbereitung geeignet sind bzw. gravierende Nachteile besitzen. Im Folgenden werden Vorteile und Nachteile einiger Systeme zur Wasseraufbereitung dargestellt, die sich bei verschiedenen Tests herausstellten.



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  • Am günstigsten sind Wasserfilter, die einfach am Wasserhahn aufgeschraubt werden. Diese können zwar grobe bis mittlere Verunreinigungen aus dem Wasser beseitigen,allerdings hat sich bei Tests herausgestellt, dass diese keinen wirklich sichereren Schutz geben Bakterien und Mikroorganismen bieten, da die Filter in der Regel zu grob ausgelegt sind. Bei einem Test stellt sich sogar heraus, dass sich Bakterien im Wasserfilter vermehrt haben und durch den Filter in das Trinkwasser gelangten. Selbst wenn die Wechselintervalle eingehalten werden kann eine Bakterienvermehrung nicht ausgeschlossen werden. Vor chemischen Schadstoffen wie Schwermetallen oder Pestiziden bieten diese recht einfachen Filter zur Wasseraufbereitung keinen Schutz. Einige dieser Filtersysteme verwenden zwar Aktivkohle Filter, die im Prinzip auch Giftstoffe binden können. Allerdings hat sich bei einem Test gezeigt, das bestimmte Schwermetalle von dem Aktivkohlefilter gebunden und wenn der Filter gesättigt ist, wieder an an das Trinkwasser abgegeben werden.



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  • Wesentlich teurer sind Umkehrosmoseanlagen. Diese Systeme zur Wasseraufbereitung bestehen aus mehreren in Reihe geschalteten Membranfiltern, die auch in der Lage sind Bakterien, Schwermetalle und Pestizide wirkungsvoll aus dem Trinkwasser zu filtern. Verschiedene Tests haben gezeigt, dass das durch Umkehrosmoseanlagen gefilterte Wasser tatsächlich frei von Schadstoffen ist. Von Nachteil bei diesen Systemen zur Wasseraufbereitung ist der hohe Preis von 400-1500 Euro. Ein weiterer Nachteil ist dass Umkerosmoseanlagen nicht zwischen schädlichen und nützlichen Substanzen im Wasser unterscheiden und somit auch wichtige Mineralstoffe ausfiltern. Das Wasser, das durch eine Umkehrosmoseanlage gefiltert wurde, ist fast genauso steril, wie destiliertes Wasser. Die im herkömmlichen Wasser enthaltenen Elektrolyte sollten dem Körper beim Trinken von Wasser aus einer Umkehrosmoseanlage auf andere Weise zugeführt werden.
  • Des weiteren wird UV Strahlung zur Wasseraufbereitung eingesetzt. Durch UV mit einer Wellenlänge von 253 nm und einer Mindestdosis von  400 J/m²  wird die DNA von Bakterien und Mikroorganismen geschädigt, so dass diese sich nicht mehr vermehren können. Die Vorteile dieser Anlagen zur Wasseraufbereitung sind:
  • Es werden keine chemischen Substanzen zur Wasserdesinfektion benötigt.
    Der Energieverbrauch ist relativ gering und die Bauweise sehr kompakt.
    Im Vergleich zu einer Umkehrosmoseanlage kann mit einer UV Wasseraufbereitungsanlage in sehr kurzer Zeit sehr viel Wasser desinfiziert werden.

Allerdings haben Tests gezeigt, dass Systeme zur Wasseraufbereitung, die mit UV Strahlung arbeiten, auch einige Nachteile besitzen:

  • Zusätzlich zur UV Wasseraufbereitungsanlage wird noch ein wirkungsvoller Vorfilter benötigt, der Verunreinigungen herausfiltert.
  • Bei trübem, stark verunreinigtem Wasser kann die UV Strahlung nicht ihre volle Wirkung entfalten, so dass nicht alle Keime abgetötet werden können.



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  • Schwermetalle und toxische Substanzen wie Pestiziede können mit solchen Wasseraufbereitungsanlagen nicht entfernt werden.
    Die UV-Lampe muss in regelmäßigen Abständen ausgetauscht werden.