Wintergarten: Wohnwintergarten

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Die Hauptintension, die hinter dem Bau eines Wohnwintergartens steckt, ist in den meisten Fällen die Erweiterung des vorhandenen Wohnraumes. Mit einem Wohnwintergarten lässt sich der Wohnraum relativ kostengünstig erweitern, ohne dass man monatelang eine riesige Baustelle vor der Haustüre bzw. der Terrassentüre hat.



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Gegenüber einem massiven Anbau hat der Wohnwintergarten den Vorteil, dass durch die Glasbauweise sehr viel Sonne in das Innere eintreten kann, und man fast einen Rundumblick hat. Dadurch hat man das Gefühl, im Freien zu sitzen, ist aber gegen Witterungseinflüsse vollkommen geschützt. Man könnte einen Wohnwintergarten deshalb auch als Vierjahreszeiten – Garten bezeichnen. Damit man den Wohnwintergarten ohne wenn und aber geniessen kann, müssen einige wichtige Dinge beachtet werden. Sowohl das Fundament, die Isolierung, die Beheizung und die unbedingt notwendige Wintergartenbeschattung müssen den Erfordernissen entsprechen. Das Fundament für einen Wohnwintergarten wird in der Regel als Betonstreifenfundament oder Blockfundament angelegt, auf dem eine Betonplatte gegossen wird. Das Streifen- bzw. Blockfundament wird je nach Belastung bis zu einer Tiefe von ca. 100 cm angelegt. Um Kältebrücken zu vermeiden ist es notwendig das Fundament und die Bodenplatte mit einer geeigneten Isolation zu versehen. Die Rahmenkonstruktion des Wohnwintergartens kann aus Holz, Aluminium oder Kunststoff bestehen. Auch die Kombination von Holz und Aluminium ist bei Wintergärten sehr beliebt. Bei dieser Konstruktion wird eine Aluminiumschale auf die Holzkonstruktion aufgesetzt. Das Aluminium schützt das innenliegende Holz vor Verwitterung.



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Wohnwintergarten / Wintergartenbeschattung

Das Holz wiederum besitzt sehr gute Isolationseigenschaften. Werden diese Eigen- schaften optimal kombiniert, so zeichnet sich der Wohnwintergarten durch sehr hohe Haltbarkeit und einen niedrigen K-Wert aus. Zudem vermittelt die innenliegende Holzkonstruktion Wärme und Behaglichkeit. Da ein Wohnwintergarten zum größten Teil aus Glas besteht, darf bei der Auswahl der Glasart in keinem Fall gespart werden. In jedem Fall sollte eine Isolierverglasung verwendet werden, die ausreichend vor Kälte und übermäßer Wärme schützt. Im Sommer kann der Wohnwintergarten schnell zum Treibhaus werden. Deshalb ist auf eine ausreichende Beschattung des Wohnwintergartes zu achten. Die Wintergartenbeschattung kann z.B. durch eine geeignete Bepflanzung von aussen oder Jalousien erreicht werden. Spezielle Sonnenschutz- gläser können auch verwendet werden. Diese Gläser sind mit einer Schutzschicht beschichtet, die dafür sorgt, dass die Hitze draussen bleibt, ohne dass auf Helligkeit verzichtet werden muss. So ist es möglich den Wohnwintergarten auch an heissen Tagen zu nutzen. Natürlich sollte der Wohnwintergarten auch mit ausreichend großen Fenstern ausgestattet sein, sie sich zum Lüften öffnen lassen. Die Beheizung des Wohnwintergartens kann durch die im Haus integrierte Zentralheizung erfolgen. Auch eine elektrische Heizung oder eine Beheizung mit einem Gasofen oder einem Heizkamin ist möglich.



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Allerding benötigen Gas- und Holzöfen einen Kamin, der vor dem Bau genehmigt werden muss. Ist der Wohnwintergarten nicht sehr groß und wird zudem nur sporadisch genutzt ist eine Beheizung mit einem Gelkamin auch denkbar. In diesem Fall wird kein Schornstein benötigt, ausserdem sind Gelkamine sehr preisgünstig.